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Daniel Philibert wird seit Montag vermisst. Jetzt ist sein Auto in Graswang aufgetaucht. 

Polizei bittet um Hinweise

Altöttinger (33) vermisst: Bergwacht sucht großflächig Graswangtal ab

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Seit Tagen fehlt von einem Altöttinger (33) jede Spur. Nun hat man sein Auto an einem Parkplatz in Graswang gefunden. Zahlreiche Einsatzkräfte verschiedener Organisationen brachen zu einer großangelegten Suche auf.

Ettal – Rund 100 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen waren am Wochenende an einer großangelegten Vermisstensuche in den Ammergauer Alpen beteiligt. Als vermisst gemeldet war Daniel Philibert aus dem Landkreis Altötting. Der junge Mann ist Autist. Über drei Tage wurde ein weitläufiges Gebiet im Tal und am Berg abgesucht. Am Sonntagnachmittag entschied dann die Einsatzleitung, die Aktion zu beenden, nachdem sich keine Hinweise auf den Aufenthaltsort des Gesuchten ergeben hatten. Die Kräfte werden erst dann wieder ausrücken, wenn neue Erkenntnisse vorliegen. 

Die Vermisstenanzeige nach dem 33-Jährigen war bei der Altöttinger Polizei eingegangen. Im Rahmen einer Überprüfungsfahrt entdeckten Beamte der Dienststelle Oberammergau das Auto des Mannes, einen Skoda, am Schattenwald-Parkplatz in Graswang. Dort stand das Fahrzeug offenbar schon länger, denn der Wagen war mit einer dicken Schicht Blütenstaub belegt. 

Am Freitag lief dann eine umfangreiche Suchaktion nach dem Vermissten an. Vor allem im Graswangtal sowie im Bereich der Kieneckspitz (1943 Meter) konzentrierte sich der Einsatz. Kräfte der Polizei, der Bergwachtbereitschaften Ober- und Unterammergau sowie Bad Kohlgrub, ferner Lawinenhundestaffeln der Bergwacht Hochland und Allgäu und der BRK-Suchhundestaffel Oberland waren an der Suche nach dem ledigen Altöttinger beteiligt. Am Samstag rückten die Einsatzkräfte dann erneut aus, diesmal mit Schwerpunkt Kieneckspitz. Gestern schließlich unterstützte der Polizei-Hubschrauber Edelweiß 4 die Bemühungen. 

Doch am Ende blieben alle Anstrengungen ergebnislos, so dass der Einsatz beendet wurde. Von dem Mann fehlt weiter jede Spur. Walter Schmid von der Polizeistation Oberammergau: „Wir haben praktisch alle gängigen Aufstiege zwischen Notkar und Kreuzspitze ins Visier genommen, doch leider ohne Erfolg. Es haben sich keine Hinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort des Vermissten ergeben.“ Rückfragen in Altötting brachten keine Anhaltspunkte auf mögliche Suizidabsichten. Nicht auszuschließen ist ein Unglücksfall. Wer etwas zu dem Vermisstenfall beitragen kann, möge sich an die Polizei Oberammergau wenden.

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