Mann sticht mehrmals auf Münchner (17) ein - Er schwebt in akuter Lebensgefahr - der Grund macht sprachlos

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Sanierungsbedürftig ist die Brücke, die von Graswang nach Dickelschwaig führt. Der Neubau kostet 250 000 Euro.

Kiesentnahme, neue Brücke, Deicherhöhung: Das Projekt steht auf drei Säulen

Hochwasserschutz Graswang: 2019 geht‘s endlich los

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Es hat gedauert, bis sich die Behörden soweit einig waren - jetzt sollte dem Startschuss für den Hochwasserschutz in Graswang nicht mehr viel entgegen stehen.

Graswang – Sind es vier oder fünf Jahre, oder vielleicht sogar sechs? So genau weiß es Ettals Bürgermeister Josef Pössinger nicht mehr, wie lange sich der Beginn der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen für Graswang mittlerweile schon hinzieht. „Nervig“ sei die ständigen Verzögerungen gewesen. Schließlich zog der Rathauschef die politische Karte und richtete über den CSU-Landtagsabgeordneten Harald Kühn eine Anfrage an das Bayerische Umweltministerium, um in der Sache Druck zu machen. Das hat sich offenbar ausgezahlt: Denn wie Kühn jetzt mitteilte, scheint in den Hochwasserschutz für Graswang Bewegung zu kommen: „Mit der Umsetzung kann voraussichtlich nächstes Jahr begonnen werden.“

Sämtliche für die Baumaßnahme erforderlichen Planunterlagen würden, so der Abgeordnete, noch heuer fertiggestellt, sodass die nächsten Schritte – Genehmigung durch die Regierung von Oberbayern und wasserrechtliches Genehmigungsverfahren – noch bis Jahresende eingeleitet werden könnten. Auch der für den Landkreis zuständige Abteilungsleiter am Wasserwirtschaftsamt in Weilheim, Johannes Riedl, bestätigte gestern gegenüber der Redaktion, „dass wir aller Voraussicht 2019 starten können“. Man warte noch auf die Verträglichkeitsstudie für das FFH-Gebiet sowie auf den landschaftspflegerischen Begleitplan.

Unterteilt ist das Projekt Hochwasserschutz für Graswang in mehrere Teile:

- Die beteiligten Behörden haben sich nach langem Hin und Her auf eine gemeinsame Lösung bei der Kiesentnahmeaus der Linder geeinigt. An drei verschiedenen Stellen dürfen jetzt 20 000 Kubikmeter aus dem Flussbett entnommen werden.

- Die Brücke in die Dickelschwaig wird neu gebaut. Die derzeitige ist in die Jahre gekommen, zu eng und zu niedrig. An diesem Nadelöhr kann es zu gefährlichen Rückstauungen bei Hochwasser kommen. Zunächst war nicht klar, wem die Brücke gehört, der Gemeinde oder dem Forst. Ganz geklärt sei dies offenbar immer noch nicht, so Johannes Riedl, aber sie sei wohl in Besitz der Kommune.

- Die dritte Maßnahme betrifft die Deicherhöhung auf der linken Seite; diese soll verhindern, dass es im Schadensfall zu Überschwemmungen in Graswang kommt.

Bürgermeister Josef Pössinger freut sich, „dass es jetzt bald losgehen soll“. Es sei sehr wichtig, dass hier etwas passiere und die Situation verbessert werde. Die Kosten für den Hochwasserschutz teilen sich der Freistaat zu 30 Prozent und die Gemeinde zu 70 Prozent. Insgesamt liegt die Kostenschätzung für das Vorhaben bei 545 000 Euro, davon 250 000 Euro für den Neubau der Brücke. Demnach verbleiben bei der Kommune 381 500 Euro und beim Freistaat 163 500 Euro. Im Haushalt 2018 von Ettal sind 310 000 Euro eingestellt, dies ist die zweitgrößte Investition, die die Kommune zu stemmen hat. Nun hofft Pössinger natürlich, und mit ihm wohl auch die Bürger Graswangs, dass es nächstes Jahr tatsächlich losgeht und es im Behörden-Dschungel gegenseitiger Abstimmungen keine weiteren Verzögerungen mehr gibt. Schließlich sei der Hochwasserschutz, so bewertet es Landtagsabgeordneter Kühn, „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“.

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