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„Wunderbar“: Begeistert zeigt sich Regierungs-Vizepräsidentin Andrea Degl von der Sonderausstellung der holzverarbeitenden Schulen im Landkreis.

Bayerische Landesausstellung

Blickfang Holz: Magnet im Kloster Ettal 

Mit diesem Rohstoff kann allerhand gezaubert werden. Was mit Holz alles möglich ist, wird im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung im Kloster Ettal gezeigt

Ettal – Holz – es bietet so viele Möglichkeiten. Wenn sich Menschen finden, die daraus etwas gestalten, etwas zaubern. Von diesen Menschen gibt es im Landkreis einige – junge Menschen. Das stellt die neue Sonderausstellung der heimischen holzverarbeitenden Schulen im Kloster Ettal auf ebenso beeindruckende wie vielfältige Art und Weise unter Beweis. Unter dem Titel „Raum-Form-Klang“ präsentieren Schüler, wie Holz den Raum gestaltet – sei es mit Möbeln oder als ganzes Haus. Sie zeigen, wie Holz auf künstlerische Weise Form annimmt. Und sie beweisen, wie Holz bei Musikinstrumenten den Klang ermöglicht. Die Schau wurde nun im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ eröffnet.

Nützliche Gebrauchsgegenstände wie Mörser, Schatullen, Leselampe, Tische und Stühle gibt es dort zu bestaunen – jeder einzelne von herausragender Qualität und Schönheit. Zudem erwarten die Besucher künstlerische Skulpturen voller Ausdruckskraft sowie handwerklich ausgefeilte Streichinstrumente. Ferner bekamen die Besucher ein ganz besonderes, fachübergreifendes Werk zu sehen: den „Ettaler Hocker“. Er sieht schlicht aus, „doch es steckt einiges drin“, sagte Florian Becker, Leiter der Schulen für Holz und Gestaltung in Garmisch-Partenkirchen. So kann man – natürlich – bei jeder Gelegenheit darauf sitzen. Oder man nutzt ihn als Rhythmusinstrument.

Die Bedeutung der vielen Ausbildungsstätten für die Region betonte Landrat Anton Speer in seiner Ansprache. Ihn begeisterte vor allem die gute Zusammenarbeit. „Regierung, Bezirk, Landkreis, Schulen und Kloster wirken gemeinsam – so stelle ich mir das vor.“ Dieses Miteinander der Schüler untereinander sowie von Schülern und Lehrern sah Regierungsvizepräsidentin Andrea Degl in der gesamten Ausstellungsorganisation verwirklicht. „Dabei konnte man viel lernen: auswählen, planen, gemeinsam Problemlösungen finden, organisieren – eine wertvolle Schulung.“ Besonders lobte Degl das Engagement der Schüler und Lehrer, die die Ausstellung täglich von 9 bis 18 Uhr begleiten, auch während der Ferien. Als „wunderbar“ empfand sie die Präsentation. „Wir sehen Handwerkskunst. Und gutes Handwerk ist eine Kunst.“

Ihren Lobesworten schloss sich Bezirkstagspräsident Josef Mederer an. Man sehe hier „gelebte Selbstverwirklichung, Kreativität“. Eine qualifizierte Ausbildung sei nicht zwangsläufig an Hochschulen gebunden. „Ausbildung auf höchstem Niveau“ attestierte er den holzverarbeitenden Schulen. Abt Barnabas zitierte eine Bibelstelle, um den jungen Kreativen zu zeigen, wie wertvoll ihre Arbeit ist. „Wenn Menschen bildnerisch tätig sind, erweisen sie sich als Bildner Gottes.“

Untergebracht sind die Werke aus Holz in einem Raum im Internatstrakt des Klosters, zu dem der Abt geschichtliche Hintergründe lieferte. Fast 100 Meter lang ist der Gebäudeteil, der aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammt. Der Dachstuhl, ebenfalls etwa 100 Meter lang, ist 250 Jahre alt und nicht nur deshalb eine Besonderheit. „Der Bau wirkt wie ein großer Resonanzkasten, Instrumentenklang wird verstärkt“, sagte der Abt. Davon überzeugten sich die Besucher der Vernissage, als Instrumentenbau-Schüler zwischendurch kleine Konzerte gaben.

In dem schlauchartigen Raum die vielen verschiedenen Werke anzuordnen, war sicherlich eine Herausforderung – die gelungen ist. „Die Form bedingt den Raum und bedingt auch den Klang“, sagte Becker von den Schulen für Holz und Gestaltung. Entsprechend wurde die Reihenfolge der Exponate gewählt: Möbel – Skulpturen – Instrumente

Juliane Klieser

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