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Neue Biersorten kreierte Braumeister Florian Huber zur Landesausstellung, die bei der Kundschaft auf rege Nachfrage stießen.

Florian Huber (41) hat zum 30. September gekündigt: Ihn zieht es zurück in seine Rosenheimer Heimat

Nach sechs Jahren:  Braumeister verlässt Ettal

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Er hat der Ettaler Klosterbrauerei in sechs Jahren seinen Stempel aufgedrückt - nun nimmt Braumeister Florian Huber seinen Hut. 

Ettal – Die Partenkirchner Festwoche, die am Samstag eröffnet wird und bei der die Klosterbrauerei Ettal traditionell das Bier liefert, wird eine seiner letzten größeren Aufgaben sein. Zum 30. September beendet er dann das Arbeitsverhältnis als Angestellter des Klosters, nach gut sechs Jahren: Braumeister Florian Huber hört auf. Sein Nachfolger, der voraussichtlich zum 1. Oktober anfangen wird, steht bereits fest. Um wen es sich handelt, will das Kloster zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekanntgeben.

Im Sommer 2012 hat Florian Huber, in Rosenheim geboren und in Schönau aufgewachsen, als Nachfolger von Johann Bechteler die Stelle des Braumeisters in der Ettaler Klosterbrauerei angetreten – dort, wo seit 400 Jahren Bier gebraut wird. Jährlich werden derzeit rund 8000 Hektoliter abgefüllt. „Eine gleichbleibend hohe Qualität“ nannte der verheiratete Familienvater als eines seiner Ziele, als er in Ettal anfing. Das ist ihm gelungen. Wie sein Chef Cellerar Pater Johannes Bauer bestätigt: „Er hat unsere Biere auf ein neues Qualitätsniveau gehoben und sich auch bei der Erneuerung der Brauerei, insbesondere beim Bau des Sudhauses, große Verdienste erworben. Wir bedauern, dass er uns verlässt.“ Ein besonderes Steckenpferd von Florian Huber war die Kreation neuer Biersorten – wie die Dreierpacks mit dem Spezialbieren Heller Bock, Dunkler Doppelbock und Benediktiner Weißbierbock, abgefüllt in 0,33-er Flaschen und bei Kunden stark nachgefragt.

Darüber hinaus stemmte der 41-Jährige mit seinem Team in der Brauerei zusätzliche Aufgaben und Anfordernisse durch die Bayerische Landesausstellung in Ettal. Hier war Huber immer wieder gefordert bei zusätzlichen und großen Veranstaltungen wie Staatsempfang, Klosterfest und Klassik Open Airs.

Stellungnahme kurz und knapp

Dass der Rosenheimer nun seinen Hut nimmt und sich beruflich verändert, kommt für Außenstehende etwas überraschend. Eher spärlich fällt seine Stellungnahme dazu aus: „Es war a scheene Zeit, sechs Jahre lang Braumeister der Ettaler Klosterbrauerei gewesen zu sein. Aber mit Rücksicht auf ehemalige und zukünftige Arbeitgeber möchte ich das Ganze nicht weiter kommentieren.“ Er freue sich auf neue Herausforderungen und wolle jetzt wieder in seine Heimat zurückkehren.

Wie es in Ettal weitergeht, dafür sind die Weichen schon gestellt. Voraussichtlich zum 1. Oktober wird der Nachfolger von Florian Huber seine Arbeit aufnehmen. Um wen es sich hier handelt, damit möchte das Kloster noch nicht herausrücken. Sprecher Christian Loth: „Es müssen erst noch ein paar Sachen in trockene Tücher gebracht werden. Sobald das erledigt ist, werden wir den neuen Braumeister schnellstmöglich vorstellen.“

Pater Johannes steckt schon mal das Arbeitsprofil ab: „Er wird auch in Zukunft die gleichbleibend hohe Qualität unserer Biere gewährleisten und die Sparte der Sonderbiere weiter ausbauen.“ Die Voraussetzungen für den neuen Brauerei-Chef könnten nach dem Bau eines modernen Gär- und Lagerkellers im Herbst 2012 besser nicht sein. Eine Million Euro ließ sich das Kloster diese Investition kosten. Bei der Einweihung hatte Bayerns Bierkönigin Barbara Hostmann angemerkt: „Bier braucht Hoamat“. Dafür steht Ettal in besonderem Maße.

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