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Rückt in den Fokus: Kloster Ettal ist Ort eines Thementags.

Erster offizieller Termin

Kostenloser Thementag zur Landesausstellung

Im Vorfeld der Landesausstellung 2018 findet im Kloster Ettal ein Kolloquium statt. Bei dem kostenlosen Thementag kann sich jeder Interessierte mit den Besonderheiten des Alpenraums auseinandersetzen.

Ettal – Im Mai eröffnet ganz im Norden des Freistaats, im fränkischen Coburg, die bayerische Landesausstellung 2017. Sechs Monate dreht sich alles um das Thema „Rittern, Bauern, Lutheranern“. Das Ende der Veranstaltung im Oktober ist dann in gewisserweise der Startschuss für den Countdown in Richtung Ettal, wie Julian Traut vom Haus der Bayerischen Geschichte erzählt. Dann werden die Vorbereitungen für die Landesausstellung 2018 „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ mehr und mehr in die Öffentlichkeit rücken. „Auch wenn jetzt schon sehr viel im Verborgenen passiert“, wie Traut klarstellt. Einen ersten wichtigen Termin gibt es am 3. April im Kloster Ettal. Dann dreht sich thematisch schon mal alles um die Inhalte der Landesausstellung.

Einen ganzen Tag reiht sich im Chinesensaal Vortrag an Vortrag (siehe unten). Darin geht es unter anderem um die Waldnutzung, Bauten in den Bergen, die Jagd und die Alpen im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung. Organisiert wird das Kolloquium von der Universität Augsburg, wo Traut zufolge ein entsprechendes Seminar im vergangenen Sommer stattgefunden hat. Zu den Referenten gehören Professoren, akademische Mitarbeiter wie auch Studenten.

Von dem wissenschaftlichen Rahmen sollte sich jedoch niemand „abschrecken“ lassen. Wie es vom Haus der Bayerischen Geschichte heißt, ist jeder Interessierte willkommen. So ist es kein Problem, sich auch nur zwei oder drei Vorträge anzuhören und dann wieder zu gehen. Die Teilnahme kostet nichts.

Das Kolloquium ist der erste offizielle Termin zur Landesausstellung, an dem die Bürger teilnehmen können. Und er bleibt nicht der einzige. Denn am Sonntag, 16. Juli, wird in Ettal zum Klosterfest eingeladen. „Ziel ist es, zum einen interessierten Akteuren, Vereinen und Firmen aus dem Landkreis eine Bühne für ihre Arbeit und Anliegen zu verschaffen“, erklärt Kloster-Sprecher Christian Loth. Zum anderen soll Werbung für die Landesausstellung gemacht werden. Los geht das Fest um 11 Uhr mit jeder Menge Musik, Klosterführungen und Schmankerl-Angeboten. Außerdem wird es Infostände geben. Zum Beispiel zum Thema Holz. „Wir zeigen konkret auf“, macht Loth neugierig, „in welchen teilweise überraschenden Bereichen man den Rohstoff nutzen kann“.

Das Programm: 

9 bis 9.25 Uhr: Begrüßung und Einführung mit Marita Krauss und Lothar Schilling

9.25 bis 11.25 Uhr: Identität Jon Mathieu (Luzern): Die Alpen als Element von Identitätskonstruktionen in der Vormoderne.

Felix Guffler (Augsburg): Der Blick auf die Alpen als Grenze im Zeitalter der Nationalisierung.

Michael Wedekind (München): Der östliche Alpenraum in völkischer Deutung.

11.45 bis 12.45 Uhr: Inszenierung Marita Krass (Augsburg): Die antimoderne „Hochlandideologie“. Ludwig II. , Ganghofer und andere.

Stefan Lindl (Augsburg): Königsschlösser, Hütten, Spiegelglas. Die Konstitution der Alpen durch Archiktektur.

12.45 bis 14 Uhr: Mittagspause und die Möglichkeit zur Kirchenführung

14 bis 15.15 Uhr: Ressourcen Lothar Schilling (Augsburg); Holz – Konflikte um eine Ressource im Alpenraum der Frühneuzeit.

Christian Malzer (München)/Klaus Pukall (München): Waldbesitz und Nutzung im Klostergericht Ettal bis zur Säkularisation.

15.40 bis 17.45 Uhr: Erholung, Freizeit

Nadja Hendriks (Augsburg): Bürgerlich Emanzipation in den Alpen? Legitimation und Selbstverständnis bürgerlicher Jäger um 1900.

Friederike Kaiser (München): Hütten und Wege. Die Alpenvereine als Gestalter des Alpenerlebnisses.

Robert Groß: Der Skitourismus in den Alpen und seine Folge.

Die Anmeldung

zum Thementag ist bis Montag, 27. März, per E-Mail mit dem Betreff „Anmeldung Ettal“ an die Adresse kolloquium-ettal@hdbg.bayern.de möglich.

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