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Freut sich auf die Ausstellung: Leiterin Dr. Margot Hamm vom Haus der Bayerischen Geschichte. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen.

Das Kloster wird zur Baustelle

Landesausstellung 2018: In Ettal läuft der Countdown

Wände, Vitrinen und Podeste stehen, die ersten Objekte sind seit gestern da: In Kloster Ettal nimmt die Landesausstellung Form an. Wenn auch langsam. Derzeit ist der Südflügel aber vor allem eines: eine Baustelle. Doch nicht nur dort passiert in diesen Tagen viel.

Ettal – An einem Ort, an dem es eine Vielzahl von Aufgaben gibt, strahlt Dr. Margot Hamm vor allem eines aus: Fröhlichkeit und Ruhe. Die Projektleiterin für die Landesausstellung, die am 2. Mai in Ettal eröffnet wird, ist sehr guter Dinge. „Wir liegen im Zeitplan“, betont sie. Auch wenn es mitunter für Außenstehende nicht so aussieht. In der Aula des Klosters, den Räumen des Südflügels und draußen in dem imposanten Holzpavillon ist noch viel zu tun. Überall zwischen den Aufbauten liegen Werkzeuge, stehen leere Vitrinen und Podeste, hier und da wuseln Handwerker und Mitarbeiter vom Haus der Bayerischen Geschichte, dem Hauptorganisator der Schau.

Auch wenn es weniger als drei Wochen bis zur großen Eröffnungsfeier mit rund 1000 Gästen sind, bleibt Hamm gelassen. Schließlich betreut sie seit 1993 den Aufbau von Landesausstellungen. „Und es ist immer wieder spannend.“

Inzwischen hat sie mit ihrem Team im Klosterhotel Ludwig der Bayer Quartier bezogen, um immer und rechtzeitig vor Ort zu sein. Zum Beispiel am Donnerstag, als der ersten Lastwagen mit den Ausstellungsobjekten in Ettal angekommen ist. Am Freitag wird die zweite große Ladung erwartet. Das heißt: Ab jetzt kommen die Restauratoren ins Spiel. Sie wissen genau, wie sie die Objekte zu behandeln haben, am besten präsentieren. Für sie beginnt nun der Großteil der Arbeit, während sich die Handwerker auf der Zielgeraden befinden. Sobald alles eingeräumt ist, folgt eine weitere wichtige Etappe: die Beleuchtung der einzelnen Stationen. Zuletzt ist die ganze Ausstellung dann noch zu putzen. „Und dann können wir schon aufsperren“, sagt Hamm und lächelt.

Am 30. April muss schon soweit alles fertig sein, dass Musterführungen stattfinden können. Für die Führer – 120 haben sich für diese Aufgabe gemeldet – ist es wichtig, sich selbst ein konkretes Bild zu machen. Bislang steht alles nur auf Papier.

Gleiches gilt für das Café, das das Kloster bis zu Eröffnung haben will. Wobei: Die Arbeit auf der Baustelle im Südflügel geht voran. Draußen ist bereits eine Terrasse aus Holz installiert. Im Innenraum waren die Firmen in den vergangenen Tagen damit beschäftigt, die Wände zu verputzen. 38 Plätze plus 30 weitere auf der Terrasse sollen entstehen. Vorgesehen ist ein Selbstbedienungs-Betrieb, bei dem sich die Gäste kalte und warme Getränke, kleine Snacks und Kuchen an der Theke holen. Ob alles bis zum 2. Mai fertig wird. „Ich hoffe“, sagt Cellerar Pater Johannes Bauer. „Das wäre schon gut.“ Für ihn ist es derzeit nicht die einzige Baustelle im Kloster. Im Westflügel stellt sich die Abtei mit einer eigenen Ausstellung vor. Außerdem muss der Laden umgestaltet werden. Ein Großteil wurde ausgeräumt, um Platz für dunkelblaue Schließfach-Schränke zu schaffen. Dort können Besucher ihre Tasche lassen, bevor sie in die Ausstellung gehen.

Damit alles gleich einen guten Eindruck macht, wurde in der vergangenen Woche schon im Innenhof der barocken Anlage gewerkelt. Rasen mähen, Beeten verschönern, die Treppe zur Basilika säubern: Es gibt viel zu tun.

Das gilt auch für die Gemeinde Ettal, die in der Ausstellungszeit zwischen Mai und November mindestens 150 000 Gäste erwartet. Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Gemeinderat mit einem neuen Beschilderungssystem befasst. Inzwischen hängen die modernen Info-Tafeln an den Straßen. Außerdem waren Arbeiter in dieser Woche damit beschäftigt, die Parkplätze im Dorf – etwa an der Straße zur Schaukäserei und auf dem großen Parkplatz in der Ortsmitte zu markieren. Ein Puzzleteil, um Anfang Mai ein rundum gelungenes Bild zu zeigen.

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