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Übernimmt das Catering für den Staatsempfang: das Klosterhotel „Ludwig der Bayer“.

Mit leerem Magen sollen die Gäste nicht nach Hause fahren

Landesausstellung: Dort können Besucher sich verpflegen

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Was passiert, wenn der kleine Hunger kommt? Bei der Landesausstellung in Ettal wird es kein eigenes Essenszelt geben. Die Verantwortlichen glauben dennoch, dass die Verköstigung der Gäste sichergestellt ist.

Ettal – So genau weiß niemand derzeit in Ettal, was mit der Bayerischen Landesausstellung auf den 760-Seelen-Ort zukommt. „Lass’ ma’ uns mal überraschen“ ist in diesen Tagen vor der Eröffnung am 2. Mai ein geflügeltes Wort unter den Einheimischen. Wie groß wird der Andrang sein? Kommen am Ende wie erwartet die 150 000 Besucher oder vielleicht doch über 200 000 wie in Aldersbach und Coburg? Derzeit ist alles Spekulation. Wie auch die Frage, ob die 520 Parkplätze ausreichen werden.

Ein weiteres Thema – die Verköstigung. Die Verantwortlichen in Ettal zeigen sich relativ entspannt. „Wir glauben und hoffen, dass wir mit den gastronomischen Betrieben im und um das Kloster gut hinkommen und wir den Betrieb mit unseren Kapazitäten stemmen können“, erklärt Christian Loth, Sprecher der Benediktinerabtei. Fakt ist, dass es kein eigenes Essenszelt geben wird. Das große Zelt, das gerade aufgebaut wird und über 1000 Personen Platz bietet, steht nur während der Veranstaltungen in der Eröffnungswoche, danach wird es wieder abgebaut. Auch Stefanie von Külmer, Direktorin des Klosterhotels „Ludwig der Bayer“, gibt sich unaufgeregt: „Wir haben innen und außen insgesamt 500 Sitzplätze. An starken Tagen wird es eine kleinere Speisekarte geben.“ Die Preise für die einzelnen Gerichte bewegen sich in einem akzeptablen Rahmen: Rindergulasch 11,90 Euro, Schweinsbraten 10,80 Euro, Brotzeitbrettl 9,50 Euro, Apfelstrudel 4,60 Euro. Das Klosterhotel wird übrigens auch das Catering für den Staatsempfang am 2. Mai übernehmen.

Weitere Möglichkeiten zum Einkehren haben die Besucher in dem neuen Kloster-Café (50 Plätze innen, 80 außen), im Café Edelweiß, in der Bäckerei/Café Komm, in der Pizzeria „Don Camillo und Peppone“, im Hotel Blaue Gams (ab 12.30 Uhr geöffnet) sowie in der Schaukäserei (Brotzeiten, Kaffee und Kuchen). Keinen Restaurantbetrieb haben das Posthotel (nur Übernachtungen mit Frühstück) sowie das Alphotel an der alten Bergstraße (nur Hotelgäste). Ein Anlaufpunkt dürfte auch die Ettaler Mühle sein. Weitere Adressen sind in Graswang der Fischerwirt und die Gröblalm sowie das Schloßhotel in Linderhof, wofür man aber ebenso wie für die Gastronomie in Oberammergau auf das Auto angewiesen ist.

Vorausblickend findet es von Külmer vom „Ludwig der Bayer“ schon mal „spannend und interessant, zu erleben, was alles auf uns zukommt“. Im Falle eines großen Ansturms müsse man eben kurzfristig und spontan reagieren. Für die Veranstaltungen in der Eröffnungswoche (Blasmusiktreffen, FC-Bayern-Abend, Radio Oberland-Party) gibt es nach den Worten von Christian Loth im Zelt keine Bewirtung. Vielmehr sind im Freien Essenstände der Kloster-Küche und vom „Würschtlmo“ sowie ein Getränkestand der Klosterbrauerei aufgebaut. „Das sollte reichen, eine große Küche haben wir hier nicht geplant.“ Und wenn alle Stricke reißen, hat das Kloster immer noch einen Trumpf in der Hinterhand – nämlich das Brauerei-Gewölbe, in dem auch schon diverse größere Veranstaltungen wie Hochzeiten und Geburtstage stattgefunden haben.

Eines sollte auf jeden Fall vermieden werden – dass Besucher der Landesausstellung mit leerem Magen ihre Heimreise antreten müssen . . .

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