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Haben gut lachen: Anton Speer und Dr. Nikolaus Faulstroh.

Dahinter steckt eine Strategie

Landesausstellung in Ettal: Für Werbung ist es noch zu früh

Plakate, Fahnen, Flyer: Wer nach Werbung für die Landesausstellung 2018 sucht, tut sich schwer. Dahinter steckt jedoch kein Versäumnis, sondern Strategie.

Landkreis – Seine Rede bei der Bürgerversammlung in Garmisch-Partenkirchen hat Landrat Anton Speer (Freie Wähler) genutzt, um an die Landesausstellung 2018 in Ettal zu erinnern. „Und ein bisschen Werbung zu machen.“ Der Landkreis, der von Mai bis November im kommenden Jahr das Rahmenprogramm gestaltet, ist bereits aktiv: Seit Neuestem tourt Koordinator Dr. Nikolaus Faulstroh mit einem beklebten Auto herum, Flyer liegen bereits aus. Für das Drumherum wird geworben.

Anders ist es mit der Landesausstellung an sich, zu der bis zu 200 000 Besucher erwartet werden. Es gibt nach wie vor keine Plakate, die auf „Wald, Gebirge und Königstraum – Mythos Bayern“ hinweisen, keine großen Fahnen, das Thema ist in der Öffentlichkeit nicht präsent.

Alles läuft nach Plan, heißt es dazu vom Haus der Bayerischen Geschichte, das die Landesausstellung zusammen mit dem Kloster Ettal organisiert. „Der langjährigen Erfahrung nach macht ein Beginn der Werbung erst nach Abschluss der laufenden Landesausstellung Sinn.“ Beziehungsweise zu Beginn des Jahres, in dem das neue Projekt angeht. Hintergrund: Immer wieder würden Interessierte vor verschlossenen Türen stehen, „weil sie die Laufzeit nicht richtig lesen“. Die Organisatoren wollen also vermeiden, dass Besucher jetzt schon nach Ettal fahren und an die Klosterpforte klopfen.

Bis zum 5. November dreht sich noch alles in Coburg um das Thema „Ritter, Bauern, Lutheraner“. Nach dem Abschluss dieser Landesausstellung richtet sich der Fokus auf Ettal. Wer wie wann regional und überregional Werbung schaltet, ist vertraglich geregelt. Der Entwurf des Motivs und damit eines einheitlichen Erscheinungsbildes liegt dabei in den Händen vom Haus der Geschichte. „Von Mailings über Messeauftritte, wie zum Beispiel bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, bis hin zu diversen Presseaktivitäten wird die Landesausstellung seit längerem aktiv beworben“, erklärt Pressessprecherin Dr. Andrea Rüth.

Wie hoch der Etat ist, mit dem das Marketing für die Großveranstaltung gestaltet wird, kommentiert Rüth nicht. Das Gesamtbudget ist „auch von der Partner- und Fördersituation abhängig“. Schon jetzt sei „selbstverständlich geplant“, auch großflächige Werbung an einem strategisch günstigem Ort in Oberau zu schalten.

An der Abzweigung der B 23 von der B 2 haben bislang Oberammergau für seinen Kultursommer und der SC Riessersee fürs Eishockey geworben.

Informationen

zur Landesausstellung: www.landesausstellung-ettal.de/landesausstellung-2018-ettal/

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