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Was auf der Grafik blau dargestellt ist, soll einmal ein überdimensionales Bild werden. Noch wird am Motiv für den Pavillon getüftelt. 

Ein Highlight der Landesausstellung 2018

Panoramapavillon: Wie eine Schneekugel im XXL-Format

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Der Bauantrag ist genehmigt: Nun kann der Panoramapavillon am Südflügel des Klosters entstehen. Zehn Meter wird das Konstrukt hoch.  

Ettal – Es wird das Gebäude der Bayerischen Landesausstellung 2018 in Ettal – ein Panoramapavillon aus Holz mit 22 Metern Durchmesser und 317 Quadratmetern Nutzfläche, acht bis zehn Meter hoch, platziert vor dem Südflügel des Klosters. Für Christian Loth, Sprecher der Benediktinerabtei, ein absolutes Highlight: „Dort können die Besucher ein 360-Grad-Panorama erleben, das das Graswangtal so zeigen soll, wie es sich König Ludwig II. von Bayern zu seiner Zeit erträumt hat.“ So werden im Innern des Rundbaus auch die „gebauten und ungebauten Träume Ludwigs II.“ dargestellt.

Damit formal alles seine Richtigkeit hat, lag nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Ettal der Bauantrag zu dem Objekt vor, der schließlich nach kurzer Aussprache mit 8:0-Stimmen genehmigt wurde. Pater Johannes Bauer, Cellerar des Klosters, erläuterte, dass der Pavillon nach derzeitigem Zeitplan, im Januar kommenden Jahres aufgestellt werde: „Der Aufbau dürfte dann relativ schnell gehen, weil es alles fertig montierte Teile sind. Bis zum 2. Mai 2018 muss das Ganze stehen.“

Die Veranstalter lassen sich den mächtigen Blickfang einiges kosten – veranschlagt sind 550 000 Euro, jeweils rund die Hälfte tragen die Bayerischen Staatsforsten und das Bayerische Landwirtschaftsministerium. Noch getüftelt wird am Motiv für die Optik an der Front des Holzpavillons. Es soll etwas sein, was dem Thema „Ein König entdeckt sein Land“ gerecht wird. Ein Team im Haus der Bayerischen Geschichte ist damit betraut. „Wie eine Riesen-Schneekugel“ schaue der Pavillon von außen aus, merkte ein Ettaler Gemeinderat schmunzelnd an.

Fest steht jedenfalls schon, dass das Gebäude nach der Landesausstellung wieder abgebaut wird. Aus Denkmalschutzgründen darf es nicht länger dort stehen bleiben. Was danach passiert, steht noch nicht fest. Pater Johannes: „Wir wollen den Pavillon natürlich wieder aufbauen, suchen aber noch nach einem geeigneten Standort.“ Er soll künftig für Schulklassen und Vereine als Anschauungsobjekt dienen und auch zu touristischen Zwecken.

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