+
Bald Geschichte sind die grünen Hinweisschilder, sie werden durch moderne Varianten ersetzt. 

Ortsgestaltungsprojekt in Ettal

Neue Schilder für das ganze Dorf

Die Landesausstellung 2018 rückt näher – und Ettal putzt sich heraus. Im Zuge der Ortsgestaltung sollen alle Straßen- und Hinweisschilder erneuert werden. Dafür war jetzt eine Grundsatz-Entscheidung im Gemeinderat notwendig.

Ettal – Dunkel mit kräftigen Farben oder ganz hell mit leichter Schrift? Die richtige Entscheidung ist oftmals ein Mittelweg. So auch in Ettal bei der Frage, in welchem Design Straßen- und Hinweisschilder künftig gehalten werden. Der Gemeinderat entschied sich am Montagabend für einen Kompromiss zwischen hell und dunkel. Zwischen „erschlagenden Farben“, wie Bürgermeister Josef Pössinger den einen Entwurf nannte, und die Variante, bei der die Schrift „nicht so raus kommt“. Künftig bleibt es bei Straßenschildern in kräftigem Blau mit weißer Schrift. Hinweisschilder sollen nach einem Fünf-Farb-System und mit entsprechenden Symbolen gestaltet werden.

Die Entscheidung war notwendig, um das Projekt, alle Tafeln im Dorf auszutauschen, auf die nächste Ebene zu bringen. Zu Phase zwei, erklärte Pössinger. Bislang habe sich die beauftragte Firma den Status quo angeschaut: Wo hängen welche Schilder? Außerdem ist die Vorplanung angelaufen.

Dazu gehörte auch, Beherbungs- und Gewerbebetriebe im Gemeindegebiet anzuschreiben. „Die Rückmeldung war aber eher schleppend“, räumte der Rathaus-Chef ein. Von privater Seite aus sei dies besser gelaufen.

Ergebnis ist nun eine Vorschlagsliste, die es noch abzuarbeiten gilt. Zum Beispiel müssten geplante Schilder für nichtöffentliche Stellflächen wieder gestrichen werden.

Was Pössinger zufolge auch noch fehlt, sind Informationen zum Parkleitsystem für die Landesausstellung. Der Bürgermeister rechnet damit, dass sich dies in nächster Zeit ändert.

Das Konzept für die Schilder-Erneuerung beinhaltet bislang 120 Tafeln. „Eine wird etwa 40 Euro kosten“, sagte Pössinger. Das entspricht einer Investition von rund 4800 Euro. Neben den Straßennamen soll es Hinweise auf Infrastruktur wie einen Geldautomaten, Hotels und Gastgeber sowie auf so genannte „POI“ – „points of interest“ wie es lauf Pössinger auf neudeutsch heißt – geben. Letztere könnten auch schlichtweg als Sehenswürdigkeiten bezeichnet werden.

Je nach Art der Tafeln ist eine eigene Farbe vorgesehen. „Dann ist alles aus einem Guss“, erklärt Pössinger. Dazu passe, dass die Firma auch mit der Erneuerung der Wandernetz-Tafeln im Ammertal beauftragt worden sei.

Die Entscheidung für die Farbgestaltung der Schilder fiel im Gemeinderat ohne Diskussion. „Ihr könnte Euch schon negativ äußern“, forderte Pössinger die Lokalpolitiker auf. Doch Kritik blieb aus. Ihnen gefielen die Tafeln, die vor ihnen lagen. Freilich nur Beispiele für den Mittelweg, den die Verwaltung bereits favorisiert hat.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Breiten“: Das nächste Baugebiet für Häuslebauer
Bebauungsplan Breiten: Gemeinde will ins beschleunigte Verfahren um Häuslebauer anzuziehen. Planungshürden fallen weg.
„Breiten“: Das nächste Baugebiet für Häuslebauer
Aufgspuit: Volksmusiktreff im Murnauer Moos
Zum elften Mal heißt es im Murnau „Aufgspuit“. Zu Gast bei dem beliebten Volksmusikereignis sind wieder zahlreiche Gruppen aus Oberbayern und Österreich.
Aufgspuit: Volksmusiktreff im Murnauer Moos
Nach Schmalenseehöhe: Pkw überschlägt sich
Schwer verletzt hat eine 30-jährige Farchanterin einen Unfall auf der Staatsstraße 2542 zwischen Mittenwald und Klais. Ihr Wagen überschlug sich mehrfach.
Nach Schmalenseehöhe: Pkw überschlägt sich
Zitzmann und (k)ein Ende?
Wie geht es weiter in Sachen Zitzmann? Nachdem der Gemeinderat das Bürgerbegehren abschmetterte, hält sich Initiatorin Amanda Stork über die nächsten Schritte bedeckt. …
Zitzmann und (k)ein Ende?

Kommentare