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Gustl Behrend (l.) und sein Sohn Korbinian legen das Alpinum an.

Landesausstellung 2018

Neues ökologisches Juwel für Ettal

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Ettal - Im Kloster Ettal entsteht derzeit ein Alpenkräutergarten mit Geschichte - für die Landesausstellung 2018 und die Zeit danach.

Blenden wir ein Jahr voraus: Dann wird die Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“, die am 3. Mai 2018 im Kloster Ettal eröffnet wird, bereits in vollem Gange sein. Christian Loth, Sprecher der Benediktinerabtei, hat erkannt: „Die Zeit vergeht im Flug. Elf Monate bleiben uns noch, das ist nicht mehr soviel.“ Wobei: Allmählich wird sichtbar, was die Besucher – erwartet werden nach vorsichtigen Schätzungen rund 100 000 – zu sehen bekommen. Zum Beispiel beim Alpinum, einem Alpenklimagarten, der im südlichen Teil der Klosteranlage entsteht.

Auf einer Länge von rund 200 Metern werden links und rechts einen Weges verschiedenste Pflanzungen angelegt, die auch in Zusammenhang mit dem Klimawandel zu sehen sind. Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit ihrem Campus alpin in Garmisch-Partenkirchen und Ettaler Schülern sind dazu verschiedene, aussagekräftige Infotafeln geplant, die auf Veränderungen der Umwelt aufmerksam machen sollen.

In den 1930er Jahren existierte hier im Kloster schon mal ein Kräutergarten. Die Ettaler Mönche schufen dort einen Querschnitt der wichtigsten Alpenpflanzenarten und erforschten diese. Insbesondere Pater Albert Kratzer kümmerte sich darum: Mit viel Liebe und Akribie pflegte und hegte der renommierte Klimaforscher seine Pflanzen. Sogar eine kleine Wetterstation baute er auf. Doch mit seinem Tod im Jahr 1975 verlor das Alpinum an Bedeutung. Es verwilderte, weil es niemand mehr pflegte. Im Rahmen der Landesausstellung soll nun das ökologische Juwel wieder zu neuer Blüte gebracht werden. „Und eine kleine, aber feine Attraktion in der Region werden, auch für Gäste nach der Ausstellung“, wie es sich Christian Loth (als ehemaliger Touristiker) wünscht, eben „ein neues touristisches Highlight“. Vor allem Botaniker und Gartenfreunde dürften an diesem Alpenklimagarten ihre Freude haben. Nicht zuletzt für den Unterricht von Schülern aus dem Landkreis und Anschauungsobjekt für Gartenbauvereine kann sich das Angebot als nützlich und lehrreich erweisen.

Bei der Realisierung kann das Benediktinerkloster auf Unterstützung durch den Freistaat hoffen: Die lokale Leader-Aktionsgruppe hat einer Förderung von 58 000 Euro zugestimmt. Das entspricht 60 Prozent der förderfähigen Summe von 97 000 Euro.

Über den neuen Klostergarten und viele weitere Themen rund um die Landesausstellung 2018 können sich Besucher des Klosterfestes im Brauereihof am 16. Juli informieren. Noch einmal Christian Loth: „Die Region soll dabei zu einer Bühne werden, mit Vorführungen, Aktionen, Unterhaltung und viel Programm.“

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