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Eine prächtige Kulisse bot die Basilika der Benediktinerabtei für die Traditionsveranstaltung des Gebirgsschützen-Bataillons Werdenfels.

Große Serenade der Gebirgsschützen im Kloster Ettal

Leise Klänge und laute Schüsse zu Ehren Mariens

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Die Basilika des Benediktinerklosters Ettal bildete die malerische Kulisse für eine außergewöhnliche Veranstaltung des Gebirgsschützen-Bataillons Werdenfels.

Ettal– Hans Jais bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Ganz entspannt und unaufgeregt regelte der Eschenloher, was an diesem Tag zu regeln war. Ohne jede Nervosität führte der Chef der Werdenfelser Gebirgsschützenkompanien Regie. Dabei stand Großes auf dem Programm – eine Serenade mit Prozession am Festtag Mariä Himmelfahrt. Es sollte der Beitrag der heimischen Gebirgsschützen zur Bayerischen Landesausstellung sein. „Kriag’ ma ois“, meinte da voller Zuversicht der Jais Hans.

Und tatsächlich geriet dieses Treffen im Innenhof des Benediktinerklosters Ettal zu einem eindrucksvollen Bekenntnis – zu Bayern, seinen Traditionen, zu Brauchtum, Heimat, Volksglaube und der Verehrung der Gottesmutter. Und das alles bei Kaiserwetter (mit ein paar dunklen Wolken). Über 400 Mitwirkende, drei Musikkapellen, ordentlich Politprominenz, gut 1500 Zuschauer, Einheimische wie Touristen. „Marienverehrung und das Gebirgsschützenwesen sind seit jeher eng miteinander verbunden“, leitete Hans Baur als Ansager dieser Feierstunde ein. Und kündigte gleich die Serenade ein, bei der die Kapellen Eschenlohe, Ohlstadt und Ettal jeweils zwei Stücke zum Besten gaben. Ein wahrer Hörgenuss dabei – der feine, leise Choral Alpin von der Ohlstädter Musik.

Mutete das musikalische Entrée als etwas zu kurz an, so zog sich der Beginn der Marienandacht in der Basilika sehr in die Länge, wodurch sich die feierliche Stimmung leider wieder verflüchtigte. In ein paar kurzen Worten rief Abt Barnabas dazu auf, „unsere ganz persönlichen Sorgen und den Wunsch nach Frieden als großes Anliegen vor die Gottesmutter zu tragen“.

Bilder: Große Serenade der Gebirgsschützen im Kloster Ettal

Unter dem Gesang des Marienlieds „Gegrüßet seist du Königin“ ging es wieder hinaus in den Innenhof, wo sogleich eine Prozession mit dem Ettaler Gnadenbild begann. Hier hatte sich inzwischen eine vielköpfige Schar an Zuschauern versammelt. Nach Predigt, Ettaler Gebet und Gnadenbildsegen ließ der Salutzug Murnau bei einem Ehrensalut für die Gottesmutter die Klosteranlage regelrecht erbeben. Trotz seiner von Haus aus kräftigen Stimme konnte Landrat Anton Speer da nicht ganz mithalten: Er würdigte die Gebirgsschützen als „Hüter der bayerischen Volkskultur und Bewahrer unserer religiösen Verwurzelung“. In die abschließende Bayernhymne hinein läuteten sodann sämtliche Glocken der Basilika – man beließ es aber angesichts der Lautstärke bei einer Strophe . . .

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