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Schöner Start ins Schuljahr: Aus den Händen von (h.v.l.) Stephanie Heinzeller, Abt Barnabas Bögle und Direktor Hubert Hering (h.r.) erhalten die Schüler ihre Stipendien. Dies sind (v.v.l.) Felix Arbogast, Lisa Richter, Helena Gaida, Anna Katharina Loycke, (M.v.l.) Thomas Keller, Sophia Kees, Justin Ladurner, Christian Hornsteiner und Tassilo Bräu.  

Benediktinergymnasium Ettal

Stipendien zum Schulanfang

Premiere am ersten Schultag: Neun besondere Heranwachsende werden ein Jahr lang mit dem Wittelsbacher-Stipendium unterstützt. Möglich macht dies der Altettaler Ring.

Ettal – Einmal Ettal, immer Ettal: So lässt sich vielleicht aufs Kürzeste zusammenfassen, wie sich die Schulfamilie des Benediktinergymnasiums versteht. Sie lässt niemanden allein, ob in Notlagen oder wenn es darum geht, sich über ein breites Netzwerk zu unterstützen. Ab diesem Schuljahr baut der Altettaler Ring sein Engagement noch weiter aus. Herausragende Schüler bekommen ein Jahr lang eine besondere Unterstützung: ein Stipendium über 100 Euro monatlich.

„Das ist eine Auszeichnung für besondere Leistungen“, erklärte Stephanie Heinzeller gestern bei der Begrüßung zum neuen Schuljahr in der Gymnasiums-Kapelle. Wie die Vorsitzende des Altettaler Rings verdeutlichte, wurde dazu ein Unterstützerkreis gegründet, zu dem Lehrer genauso gehören wie Vertreter des Klosters und des Elternbeirats. Als dann der Spendenaufruf folgte, wurden die Organisatoren überrascht. „So groß war der Widerhall“, sagt Heinzeller voller Freude. Auf Vorschlag und aus Bewerbungen wurden dann die ersten neun Schüler ausgewählt, die in den Genuss des Wittelsbacher-Stipendiums (der Name steht für die Verbundenheit mit dem Königshaus) kommen. Für die beste schulische Leistung im vergangenen Jahr ist das Lisa Richter. Mit seinem sozialen Engagement überzeugte Schulsanitäter Justin Ladurner. Aus dem Bereich Musik kommen Helena Gaida, Christian Hornsteiner, Sophia Kees und Thomas Keller. Und herausragend im Sport sind Felix Arbogast, Tassilo Bräu und Anna Katharina Loycke.

Letztere trainiert im Durchschnitt an fünf Tagen drei Stunden lang für ihre Ballett-Karriere. „Ohne Ballet könnte ich es mir gar nicht vorstellen“, verrät die 16-jährige Murnauerin mit leuchtenden Augen. Deshalb erhöht sie ihre Trainingsdosis vor Wettkämpfen gern auch auf sieben Tage pro Woche.

Voll in der Musik geht Helena Gaida auf, die gleich drei Instrumente spielt. „Am liebsten Geige“, sagt die Elfjährige aus Unterammergau. Weil Musikunterricht teuer ist, freut sich ihre Familie natürlich über die Förderung aus Ettal. Geehrt, im Kreise der Bedachten zu sein, fühlt sich auch Tassilo Bräu. Der Internatsschüler, der ursprünglich aus Ingolstadt stammt, spielt nicht nur selbst leidenschaftlich Handball, sondern trainiert ebenso Kindergruppen in Oberammergau. „Das ist für mich ein toller Ausgleich“, erzählt der 16-Jährige.

Neben den diesjährigen Kategorien soll es künftig zudem einen Vertreter aus dem Bereich Kunst geben, erklärte Heinzeller. Die Bewerbungen und Vorschläge für das nächste Schuljahr können ab Frühjahr eingereicht werden.

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