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Gewusst wie: Yvonne und Peter Mayr verlosen ihre Seefelder Wohnung.

49 Euro Einsatz und etwas Glück

Gewusst wie: Tiroler verlost seine Wohnung

Seefeld - Der Tiroler Peter Mayr hat eine pfiffige Idee: Statt seine Eigentumswohnung in Seefeld zu verkaufen, startet er jetzt eine Verlosung. Mitmachen kann jeder, ein Los kostet 49 Euro.

Die Idee ist im Nachbarland Österreich nicht neu. Schon vor einigen Jahren wurde „in Telfs ein großes Anesen auf diese Art und Weise verkauft“, erzählt Peter Mayr. Er und sein Frau Yvonne wollen ihre luxuriöse Eigentumswohnung in Seefeld verlosen. Ein Glücksschein kostet 49 Euro. Wie viele Lose jemand erwirbt, bleibt jedem überlassen. „Die Aktion dauert so lange an, bis spätestens 20 000 Lose verkauft wurden.“ Mit anderen Worten: 980 000 Euro müssen auf alle Fälle im Jackpot sein. Mitmachen kann jeder, natürlich auch deutsche Staatsbürger.

Lange hat sich Mayr den Kopf darüber zerbrochen, wer am Ende als Glücksfee fungieren soll. Da wollte er „so neutral wie nur möglich sein, um niemanden zu bevorzugen und Manipulation auszuschließen“. So kam er auf die Lotto-Ziehung in Tirol. „Wenn genügend Lose verkauft sind, wird das Datum einer Jokerziehung im Fernsehen fixiert, woraus sich dann die Gewinnnummer ergibt.“

Ein Los kann auf der Internetseite traumwohnung-see feld.at reserviert werden. Bei dem Objekt handelt es sich um eine 130 Quadratmeter große Eigentumswohnung auf zwei Etagen mit einer 40 Quadratmeter großen Terrasse nach Südwesten und einem 30 Quadratmeter großem Gartenanteil. „Wir verlosen sie voll möbliert und mit Kfz-Abstellplatz“, sagt Mayr. Übergeben wird sie lastenfrei und inklusive aller Übernahmekosten (Grunderwerbssteuer, Grundbuch-Eintrag und Notar). „Natürlich steht es den Besitzern frei, die Wohnung selbst zu nutzen, zu verkaufen oder langfristig touristisch zu vermieten.“ Da die Mayrs ein Haus bauen wollen, haben sie keinen Bedarf mehr für die Wohnung in Traumlage, die leicht einer vierköpfigen Familie Platz bietet. „Für den Ort ist das eine witzige Sache, man kann damit in Seefeld eine schöne Wohnung bekommen“, meint Seefelds Bürgermeister Werner Frießer gegenüber der Tiroler Tageszeitung zum Start der Aktion.

Diese Art von Hausverlosung gibt es in Österreich seit Ende 2008. Was bei den Nachbarn bereits mehrfach erfolgreich abgewickelt wurde, ist in Deutschland wegen des Verstoßes gegen den Glücksspielstaatsvertrag rechtswidrig und als illegales Glücksspiel strafbar. Am 29. März 2010 wurde deshalb der Veranstalter der bundesdeutschen Hausverlosung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

In Österreich hingegen ist eine einmalige Verlosung durch Privatveräußerer ohne Gewinnerzielungsabsicht legal. „Weiterhin verboten ist nur das gewerbsmäßige Verlosen ohne staatliche Konzession“, erklärt Mayr.

Josef Hornsteiner

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