Vorfreude auf den Neubau: Ronald Kühn, Geschäftsführer der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe, und Kindergartenleiterin Petra Röger zeigen den Mädchen und Buben, wie ihr künftiges Domizil ausschaut. Foto: Thomas Sehr

800 000 Euro fehlen für Neubau

Garmisch-Partenkirchen - Tagblatt-Weihnachtsaktion 2011: der neue Integrationskindergarten der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe entsteht an der Dompfaffstraße. Um dieses Projekt zu stemmen, werden Spenden dringend gebraucht.

Extrem wenig Platz, ausgesprochen alte Räume, in die Rollstuhlfahrer nur mit fremder Hilfe gelangen, und auf zwei Standorte verteilt - die Rahmenbedingungen für den Integrationskindergarten der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe (KJE) sind alles andere als ideal. Seit mittlerweile zehn Jahren bemüht sich der Verein um eine Lösung, wie die Einrichtungen an der Krankenhaus- und an der Olympiastraße unter einem Dach zusammengeführt werden können: „Das Hauptproblem war immer, ein geeignetes Grundstück zu finden“, erinnert sich KJE-Geschäftsführer Ronald Kühn. Diese Schwierigkeit ist mittlerweile ausgeräumt, auf 3250 Quadratmetern soll der Neubau an der Dompfaffstraße entstehen. Ein Projekt, das inklusive Grunderwerb mit 4,6 Millionen Euro zu Buche schlägt. Einen gewaltigen Brocken davon trägt der Verein: „Wir müssen 1,9 Millionen Euro schultern“, erklärt Kühn. Und da ist guter Rat teuer: Noch fehlen der KJE 800 000 Euro. Abhilfe will das Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt mit Hilfe seiner diesjährigen Weihnachtsaktion schaffen.

102 Mädchen und Buben, davon bis zu 30 mit Förderbedarf, sollen in sechs Gruppen an der Dompfaffstraße betreut werden. Täglich rechnet Kühn mit dem Bescheid von der Regierung von Oberbayern, der den vorzeitigen Baubeginn ermöglicht. „Wenn dieses Signal kommt, können wir mit dem Spatenstich loslegen und die Ausschreibungen, die bereits vorbereitet sind, rausschicken.“

Termine, denen Kindergartenleiterin Petra Röger und ihre Kollegen genau wie die Kinder und ihre Eltern regelrecht entgegenfiebern: „Ein adäquates Angebot liegt uns sehr am Herzen“, unterstreicht die Leiterin. Daher freut sie sich schon sehr darauf, die Therapieangebote für die behinderten Kinder und alle anderen Räume, die ein moderner Integrationskindergarten braucht, bald unter einem Dach zu haben. „Dazu gehören auch entsprechende sanitäre Einrichtungen“, erklärt sie. Neben Duschen - „viele unserer Kinder sind noch lange nicht trocken“ - zählt sie auch eine Badewanne dazu, die beispielsweise für Spastiker wichtig sein kann. Auch der barrierefreie Zugang zu allen Bereichen stelle eine erhebliche Verbesserung dar. „Noch müssen wir die Kinder tragen, bei mobilitätseingeschränkten Buben oder Mädchen fließt das Treppensteigen in die Therapie ein“, schildert sie die mangelhaften Zustände. „Für uns ist es das Wichtigste, endlich Räumlichkeiten zu bekommen, die unserem Bedarf entsprechen.“

Spenden - unter dem Stichwort Integrationskindergarten - können auf eines der Konten der Bürgerstiftung Mehrwert überwiesen werden, die das Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt bei seiner diesjährigen Weihnachtsaktion wieder unterstützt: Konto 200 078 190 bei der Volks- und Raiffeisenbank Garmisch-Partenkirchen (BLZ: 703 900 00) oder Konto 11 145 141 bei der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen (BLZ 703 500 00).

Tanja Brinkmann

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