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Prominenter Besuch beim Gelöbnis in Krün: CSU-Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler (2. v. l.) wird im Kreise ihrer Familie Zeugin, wie ihr Sohn Alexander (3. v. l.) den Fahneneid ablegt.

Abgeordnete Angelika Niebler in Krün

Gelöbnis mit Promi-Faktor

Krün - Ein Gelöbnis mit einer Abgeordneten - das kommt auch nicht alle Tage vor. Doch Angelika Niebler reiste diesmal in privater Mission in Krün an.

Prominenter Besuch beim Gelöbnis der 171 Rekruten auf dem Sportplatz in Krün. Die mit dem bayerischen Verdienstorden gekürte Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler (CSU) war – in Begleitung von Mittenwalds CSU-Ortschef Rudi Haller – am Donnerstag mit ihrer Familie aus Ebersberg gekommen, um ihrem Sohn Alexander zu gratulieren. Auch er hatte den Fahneneid abgelegt. Der 18-jährige Gymnasiast ist gerne bei der Bundeswehr. „Mir gefällt es in Mittenwald bei den neuen Kameraden so gut, dass ich meinen freiwillig angetretenen Wehrdienst vorzeitig verlängern möchte“, verriet er nach dem Gelöbnis gegenüber dem Tagblatt.

131 Soldaten der Ausbildungs- und Unterstützungskompanie des Gebirgsjäger-Bataillons 233 aus Mittenwald und 41 vom Führungsunterstützungsbataillon 293 aus Murnau schworen dabei ihren Eid. Die angetretene Ehrenformation hat Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) begrüßt. „Ihr Entschluss, für Friede und Freiheit einzutreten, ist angesichts globaler Einsätze in Afghanistan und Afrika wichtiger denn je. Ihnen gehört mein Respekt und Anerkennung,“ Das Gelöbnis nahmen die stellvertretenden Kommandeure Eike Gudat vom Gebirgsjäger-Bataillons 233 und Dominik Grundt aus Murnau ab. „Ihre Entscheidung zum freiwilligen Wehrdienst ist ein mutiger Schritt. Unser Staat hat es aber auch verdient, für den Schutz seiner freiheitlich demokratischen Grundordnung einzustehen, die auch und gerade von Soldaten und damit ihrem Mitmachen lebt“, betonte Gudat.

Auf die Zeremonie, die das Musikkorps Garmisch-Partenkirchen unter Leitung von Karl Kriner umrahmt hat, wurden die Rekruten bei einem Gottesdienst vorbereitet. Gestaltet wurde die Messe von Militärpfarrer Norbert Sauer und Markus Linde. „Schon in der Bibel wird von Krieg und Frieden gesprochen. Frieden braucht aber Gerechtigkeit, Freiheit und die im Grundgesetz verankerte Menschenwürde“, mahnte der katholische Geistliche Sauer. Deshalb brauche der Staat „Soldaten wie Sie. Soldaten, die mit einem überzeugten Herzen Ihr Gelöbnis ablegen“.

Wolfgang Kunz

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