Sportliches Trio: (v.l.) Hans Teufel, Rudi Rauch und Wolfgang Kunz mit der symbolischen Fackel an der Schmalenseehöhe. fotos: fkn

Die Fackelläufer vom Schmalensee

Mittenwald - Sie trugen das olympische Feuer durch Mittenwald: Hans Teufel, Rudi Rauch und Wolfgang Kunz. Genau heute vor 40 Jahren. Erinnerungen an 1000 Meter, die keiner von ihnen je vergisst.

Punkt 1.30 Uhr übernimmt Rudi Rauch (31) die Fackel am Gestüt Schmalensee von Leo Vidal. Rauch macht sich mit seinen Begleitern Hans Teufel (33) und Wolfgang Kunz (29) auf den Weg.Genau fünf Minuten haben die drei Mitglieder des Bundeswehr-Sportvereins für 1000 Meter Strecke. So lautete der minutiös festgeschriebene Plan des Olympischen Komitees.

Ordnungsgemäß, genau im Zeitplan, übergibt das Trio die Fackel für die Olympischen Sommerspiele in München, das in Griechenland entzündet worden war, an die Läufer vom SV Krün. Heute genau vor 40 Jahren.

Kunz, Teufel und Rauch waren die Fackelläufer vom Schmalensee, die das Feuer über den höchsten Punkt trugen, das es für die Spiele 1972 in Deutschland je erreichte. Auf 968 Metern liegt die Schmalenseehöhe. Auf seinem weiteren Weg durchs Ammertal bis nach München ging es nur noch bergab.

„Ich war richtig stolz, dass mich meine Fußballfreunde die Fackel tragen ließen“, erinnert sich Rauch, heute 71 Jahre alt. Mit Vereinsgründer Teufel (73) und Schriftführer Kunz (69) wurde er Teil von Olympia 1972. Jeder Verein, der am Weg der Olympia-Fackel lag, durfte drei Läufer stellen.

Teufel wird die Nacht des 24. Augustes nie vergessen. „Unglaublich, dass um 1.30 Uhr so viele Menschen an der Straße neben dem Schmalensee standen und uns Beifall spendeten.“

Für Kunz war der Lauf „ein Erlebnis, das unter die Haut geht und bis heute ein sportlicher Höhepunkt bleibt“. Täglich wird er daran erinnert. Denn das Trikot, das das Olympische Komitee den Läufern zur Verfügung stellte, „hat bei mir einen Ehrenplatz“. Es hängt am Computer im Arbeitszimmer.

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