Stalking-Opfer sollten sich sofort an die Polizei wenden.

Familienvater (43) als Stalker gefasst

Murnau - Eine Murnauerin (41) ist Opfer eines Stalkers geworden. In Briefen schilderte ihr ein Mann seine sexuellen Phantasien. Jetzt konnte dieser festgenommen werden.

Wochenlang hat die Murnauerin in Angst gelebt, jeder Gang zum Briefkasten war eine Tortur. Weil sie befürchten musste, dass wieder einer dieser Briefe drinliegen würde, in dem ein Unbekannter seine sexuellen Phantasien auslebt. Er sprach sie direkt an, wusste über sie Bescheid - und sie hatte keine Ahnung, wer dahintersteckte. Die 41-Jährige wurde Opfer eines Stalkers. Nun sind die furchtbaren Wochen vorbei: Die Polizei Murnau hat den Täter, einen 43-jährigen Familienvater aus Murnau, gefasst. Dennoch: „Die Frau ist seelisch ganz schön angeschlagen“, sagt Ermittler Klaus Neuner.

Den ersten Brief ohne Absender hat die Frau vor etwa sechs Wochen gefunden. Darin schilderte der Mann nicht nur seine sexuellen Gedanken, sondern forderte die alleinstehende Frau Neuner zufolge auch auf „ihm ein Zeichen zu geben“. Sie solle ihm beispielsweise zurückschreiben und den Brief an einem abgelegenen Ort deponieren: an einem Feldkreuz zwischen Hagen und Murnau. Das hat sie auch getan. Und stand dabei immer unter polizeilicher Betreuung. Denn sofort nach dem ersten Brief - es folgten vier weitere - hat sich die Frau an die Polizei gewandt „und damit alles richtig gemacht“, betont Neuner. Als der Mann einen zweiten Brief der Murnauerin aus dem Depot holen wollte, nahm ihn die Polizei fest. Er legte ein umfassendes Geständnis ab.

Gegen den 43-Jährigen wird nun Anzeige wegen Stalking und sexueller Beleidigung gestellt. Er muss laut Neuner „mit einer empfindlichen Strafe rechnen“. (kat)

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