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Mit leichten Verletzungen kam der Fahrer des Wagens davon. Die Feuerwehr Partenkirchen musste das Autodach abschneiden, um den Insassen zu befreien.

Verkehr kam zum Erliegen

Autofahrer sucht Tod im Farchanter Tunnel

Er wollte sich offensichtlich das Leben nehmen: Ein Mann aus dem Landkreis lenkte sein Auto direkt gegen die Mauer der Farchanter Tunnelröhre. Er verletzte sich dabei leicht.

Farchant – Ein Mann aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen wollte sich am Sonntagabend im Farchanter Tunnel anscheinend das Leben nehmen. Beim Aufprall an die Wand fuhr der 40-Jährige sein Auto zu Schrott. Er kam mit blauen Flecken und Schürfwunden davon. Glücklicherweise waren keine weiteren Verkehrsteilnehmer in den Unfall involviert.

Nach Polizeiangaben fuhr der verheiratete Mann gegen 19.30 Uhr von Garmisch-Partenkirchen kommend in die Röhre hinein. Noch im Eingangsbereich habe er seinen Renault gegen die Mauer gesteuert. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw mehrfach hin- und hergeschleudert. Es entstand Totalschaden. Um den Fahrer, der allein im Wagen saß, aus dem Wrack zu befreien, musste die Feuerwehr das Fahrzeugdach abtrennen. 

Der Verkehr kam für über zwei Stunden fast zum Erliegen, da der Tunnel bis zur Räumung der Unfallstelle nur einspurig zu befahren war. Wie sich später herausstellte, haben sich Familienangehörige schon während des Tages Sorgen um den Mann gemacht und bei der Polizei in Murnau nachgefragt, ob ihm etwas passiert sei. Die Inspektion Garmisch-Partenkirchen geht davon aus, dass psychische Probleme des Autolenkers zu dem Unfall führten. Er wurde in die Lech-Mangfall-Klinik gebracht, die als Fachkrankenhaus für Psychiatrie dem Klinikum Garmisch-Partenkirchen angeschlossen ist.

Laut Josef Grasegger von der Inspektion sind Suizidfälle, bei denen andere mitgefährdet werden, sehr selten. Es wird geprüft, ob der Autofahrer wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr belangt wird.


es

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