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Neben schulischen Großprojekten im Landkreis

Kommt die Christophorusschule zu kurz?

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Wird die Christophorusschule in Farchant zu wenig diskutiert? Beinahe im Stillen liefen in den vergangenen Jahren die Arbeiten an dem sonderpädagogischen Förderzentrum ab. Dabei wacht der Landkreis mit Argusaugen über die Einrichtung. 

Farchant – Alkmar Zenger beschleicht so ein Gefühl. Dass die Christophorusschule in Farchant in Anbetracht der vielen schulischen Großprojekte zu kurz komme, zu wenig diskutiert werde. Zwar fristet die Einrichtung zumindest als Gesprächsthema in den Gremien ein Schattendasein, vernachlässigt wird sie aber nicht. Der Kreisbaumeister stellt klar: „Wir haben einiges gemacht.“

Zahlreiche Arbeiten im Stillen 

Fast schon im Stillen liefen in den vergangenen vier Jahren die Arbeiten an dem sonderpädagogischen Förderzentrum ab, das oft mit der räumlich verknüpften Heilpädagogischen Tagesstätte verwechselt wird. „Die wurde erst 2010 von der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe umfangreich erweitert“, sagt Zenger im Schulausschuss des Kreistags, um Missverständnisse zu vermeiden. Beim 1985 gebauten Förderzentrum, das aktuell 200 Kinder und Jugendliche besuchen, standen dagegen viele verschiedene Maßnahmen auf dem Programm.

Den Anfang machte der Landkreis, der Sachaufwandsträger, 2014 mit dem Innenbereich. An der Sporthalle wurde ein Geräteraum angebaut und der Eingangsbereich mit einem Brunnen aufgewertet. Ebenfalls erneuerte man die Trinkwasseranlage. Zudem nagte der Zahn der Zeit an diversen Fassadenelementen. Ein großes beschädigtes Teil wurde nach genauen Untersuchungen ausgetauscht. Damit nicht genug: „In den nächsten Jahren sollen diese Elemente schrittweise überprüft und wenn nötig erneuert werden“, erläuterte Zenger das weitere Vorgehen.

Landkreis wacht mit Argusaugen über die Einrichtung 

Als nicht praktikabel hat sich eine als Bachlauf gedachte so genannte Kiesschüttung in den Freianlagen erwiesen – der größeren Kieselsteine wegen. Ein Umbau war fällig, samt festverbauten wassergebundenem Belag. Die letzten größeren Arbeiten nahm man heuer in Angriff und erneuerte die Schulküche. Die ursprüngliche stammte aus der Zeit um 1986. 30 Jahre auf dem Buckel – das musste reichen. Zumal sie sich nicht mehr für die Ansprüche der Einrichtung eignete.

Rund 250 000 Euro kosteten die Baumaßnahmen, etwa 230 000 die technischen Instandsetzungen. Macht summasummarum 480 000 Euro. Der Landkreis investierte – vorausschauend und vorbeugend. „Wegen der ständigen Überwachung der Bausubstanz und der sofortigen Reparaturen ist eine größere Sanierung derzeit nicht erforderlich“, macht Zenger deutlich. Der Landkreis wacht mit Argusaugen über die Einrichtung – nur spricht er nicht ständig davon.

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