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Neues Explorer-Hotel in Farchant: „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden“

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Von: Tanja Brinkmann

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Eine Baustelle vor Bergkulisse.
Die Schindeln sind schon angebracht: Das neue Explorer-Hotel in Farchant nimmt Gestalt an, die ersten Gäste können sich dort im Herbst einbuchen. © Thomas Sehr

Corona und auch Lieferschwierigkeiten bei Baumaterialien sind schuld daran, dass sich die Eröffnung des Explorer-Hotels in Farchant verzögert. Buchungen, die für Juli bereits erfolgt waren, wurden rückabgewickelt. Anfang Oktober werden jetzt die ersten Gäste an der Frickenstraße erwartet.

Farchant – Druck, den machen sich Jürnjakob Reisigl und seine Kollegen nicht. Der Geschäftsführer Explorer Hotels Entwicklungs-GmbH mit Sitz in Fischen im Allgäu sieht’s gelassen, dass sich die Eröffnung des Neubaus in Farchant etwas verschiebt. Die ersten Gäste, die eigentlich Ende Juli ankommen sollten, werden jetzt erst rund um das erste Oktober-Wochenende erwartet. Die Verzögerung ist unter anderem Corona geschuldet, aber auch Lieferschwierigkeiten beim Material. „Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Baufortschritt aber sehr zufrieden“, betont Reisigl. Dass der grobe Zeitplan, den er, seine Geschäftspartnerin Katja Leveringhaus und ihr Team Ende Januar aufgestellt hatten, nicht mehr gilt, stört ihn wenig.

Auch Bürgermeister Christian Hornsteiner (CSU) hat damit kein Problem. Nach wie vor schaut er regelmäßig an der Frickenstraße vorbei und freut sich über jeden Fortschritt. Das neue Hotel ist das zehnte seiner Art in den Alpen und das vierte in Bayern. Die Hotelkette nimmt dafür gut zwölf Millionen Euro in die Hand. Ein Haus ist wie das andere – 100 Zimmer, um die 200 Betten, viel Holz und frisches Einheitsgrün. Alle Objekte der Allgäuer Gruppe werden in nachhaltiger Passivhausbauweise errichtet und sind im Betrieb klimaneutral, so auch der Neubau in Farchant.

Arbeiten schreiten auch innen gut voran

„Die Schindeln an der Fassade sind angebracht, jetzt stehen die Autos von den Malern davor“, berichtet der Rathaus-Chef. Für ihn ein gutes Zeichen, dass sich inzwischen innen etwas tut. Das bestätigt Reisigl. Neben dem Anstrich sind aktuell die Fliesenleger vor Ort, anschließend werden die Teppiche verlegt, die Pelletpumpe vergraben und das Außengelände bepflanzt. „Dann stehen noch die ganzen Abnahmen an, unter anderem für den Brandschutz“, sagt der Explorer-Geschäftsführer.

Die Buchungen, die bereits für den ersten Eröffnungstermin – „unter Vorbehalt“ – erfolgt waren, wurden Reisigl zufolge rückabgewickelt. Das Interesse der Gäste sei aber nach wie vor sehr groß. „Wir wissen doch alle, dass unsere Gegend sehr beliebt ist“, bekräftigt Hornsteiner. Er freut sich auf die Eröffnung des Hotels und darauf, die ersten Urlauber in Farchant zu empfangen. „Ich bin gespannt, wie sich das auf die Gastronomie und unsere Geschäfte auswirkt“, sagt der Bürgermeister. Schon jetzt ist er aber überzeugt, dass diese 200 zusätzliche Leute im Ort „gleich merken“.

Bürgermeister erwartet „kein Riesenproblem“

Ob die Gemeinde beispielsweise in puncto Infrastruktur, etwa bei der Zufahrt, nachbessern muss, wartet Hornsteiner ab. Denkt er an das Haus Hammersbach im gleichnamigen Grainauer Ortsteil, in dem 350 Gäste unterkommen, erwartet er sich allerdings „kein Riesenproblem“. Auch bei anderen Häusern von Explorer – mit Mitgliedern des Gemeinderats hat er sich das in Nesselwang angeschaut – gebe es diesbezüglich keine Schwierigkeiten. „Trotzdem werden wir immer ein offenes Auge und Ohr haben“, verspricht Hornsteiner. Sollte es zu irgendwelchen Konflikten kommen, werde sicher eine für alle Beteiligten passende Lösung gefunden. Dem Bürgermeister ist bewusst, dass der Neubau nicht allen im Dorf gefällt. Insbesondere vonseiten der Nachbarn gab es im Vorfeld etliche Gegenstimmen. Mittlerweile sei es aber ruhig geworden um dieses Großprojekt, „und die Anwohner haben während der Bauphase wirklich viel Verständnis gezeigt“.

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