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Noch eine Ruine: Die Betonmauern der Penny-Filiale erinnern an den Brand im April 2018. An gleicher Stelle soll ein neues Gebäude entstehen.

Wiedereröffnung Ende 2019 könnte knapp werden

Nach dem Brand der Penny-Filiale in Farchant: Jetzt ist die Gemeinde am Zug

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Sie wurde von einem Tag auf den anderen ausgelöscht. Ein Brand sorgte für das Aus der Penny-Filiale in Farchant. Zumindest vorübergehend. Das Gebäude soll wiedererrichtet werden. Mit einem Termin für den Baubeginn hält sich das Unternehmen aber noch zurück.

Farchant– Die Außenmauern stehen noch. Wie ein Betonskelett, dem die Organe fehlen. Ein Bauzaun versperrt den Zutritt zu der Ruine der Penny-Filiale im Farchanter Gewerbegebiet am Gröben. Seit den Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Brand am 11. April 2018, bei dem das Gebäude völlig zerstört wurde, vegetieren die Überreste vor sich hin, obwohl das Unternehmen am Standort festhalten wollte. Jetzt kommt aber wieder Bewegung in die Sache.

Die Gemeindeverwaltung wartete seit langem auf den Bauantrag für die geplante neue Filiale des Discounters. Mittlerweile, am 3. Juli, ist er eingereicht worden. Er steht am Donnerstag, 25. Juli, auf der Tagesordnung des Bauausschusses, kündigt Rathaus-Geschäftsführer Christian Hornsteiner an. Warum dieser Schritt soviel Zeit in Anspruch genommen hat, dafür liefert die Penny-Markt-GmbH mit Hauptsitz in Köln die Erklärung. Laut Presseauskunft konnte der Antrag erst nach der Klärung der Versicherungsfragen erstellt werden und bei der Gemeinde eingehen.

Termin für Fertigstellung des Vorhabens noch unklar

Inwiefern das den Terminplan durcheinanderwirbelt, steht derzeit noch nicht fest. Das Unternehmen hatte Anfang dieses Jahres noch eine Wiederöffnung Ende 2019 angestrebt. Von solchen Aussagen lässt Penny inzwischen die Finger. Wann der Discounter seine Türen wieder aufsperrt, ist „noch nicht seriös beantwortbar“, heißt es. Da die Fertigstellung von vielen Einflussfaktoren abhänge. Zum Beispiel vom Wetter, von verfügbaren Firmen und von der Baugenehmigung. Den gleichen Wortlaut verwendet das Unternehmen bei der Frage nach dem Baustart. Hornsteiner glaubt indes nicht, dass heuer noch Menschen ihre Einkaufswagen ein- und ausschieben werden.

Baustil fast identisch mit abgebrannter Filiale

Dafür ist er zuversichtlich, was den Bauantrag an sich betrifft. Probleme dürften ihm zufolge damit nicht auftreten. Zum einen, weil die Gemeinde begrüßt, dass Penny in Farchant bleiben möchte. Zum anderen, weil sich der Baustil im Großen und Ganzen am Vorgängermodell orientieren soll. Das bestätigt eine Sprecherin der GmbH, zu der bundesweit rund 2180 Filialen gehören. Geplant sei ein „äußerlich nahezu identisches Gebäude“. Der Unterschied zu früher: „Die neueste technische Ausstattung wird verbaut, die alle Umweltauflagen erfüllt.“ Wie ein Sprecher im August 2018 mitteilte, soll das Gebäude auch unabhängig von fossilen Brennstoffen sein.

Das Feuer damals hatte sich in Windeseile ausgebreitet. Der hölzerne Dachstuhl war bereits kurz nach Ausbruch des Brandes eingestürzt. 163 Feuerwehrkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen. Den Schaden schätzte die Polizei auf 1,5 Millionen Euro.

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