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Derzeit wird am Rohbau gewerkelt: Die neue Penny-Filiale soll im Sommer 2020 eröffnet werden, die alte war im April 2018 vollständig abgebrannt.

Nach dem Brand

Aus Ruine wird neue Filiale: Penny-Markt in Farchant im Wiederaufbau

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Die Zeit des Wartens geht zu Ende. Die Arbeiten am Rohbau für den neuen Penny-Markt laufen. Es gibt einen groben Eröffnungstermin. 

Farchant – Lange herrschte Stillstand. Die Betonmauern der einstigen Penny-Filiale in Farchant fristeten ein einsames Dasein. Sie waren die Reste des verheerenden Feuers, das am 11. April 2018 den Einkaufsmarkt in Schutt und Asche gelegt hatte. Nichts regte sich seither auf dem Areal. Seit Anfang Dezember passiert dort wieder was. Der Wiederaufbau hat begonnen.

Nach dem Brand hatte das Unternehmen schnell verkündet, am Standort festzuhalten. Nur nahmen die bürokratischen Hürden viel Zeit in Anspruch. Erst am 3. Juli dieses Jahres flatterte in der Gemeinde der Bauantrag für die neue Filiale ein. Die Penny-Markt-GmbH mit Hauptsitz in Köln hatte warten müssen, bis die Versicherungsfragen geklärt waren. Die Genehmigung seitens des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen stand ebenfalls noch aus. Zeit verstrich und wirbelte den anfangs angepeilten Eröffnungstermin ordentlich durcheinander. Ende 2019 – keine Chance. Derzeit wird gerade einmal am Rohbau gewerkelt. Läuft alles nach Plan, können Kunden im kommenden Sommer wieder in der Filiale an der Partenkirchner Straße einkaufen. Ab „circa August“, heißt es von der Pressestelle.

Veränderungen bei der technischen Ausstattung

Optisch wird das neue Gebäude seinem Vorgänger nahezu gleichen. Inklusive Satteldach. Es gibt aber große Veränderungen bei der Ausstattung der Technik. „Mit unserem Kraft-Wärme-Kopplung-System ,Cool to Heat‘ setzen wir unter anderem Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit“, teilt das Unternehmen, zu dem bundesweit rund 2180 Filialen gehören, mit.

Das heißt konkret: Die Abwärme der Gewerbekälteanlage werde genutzt, und eine extra konstruierte Anstauregelung im Primärbereich ermöglicht es, den Penny-Markt vollständig zu beheizen. Nicht nur die Verkaufsfläche, sondern auch die Nebenräume. Teilklimatisieren, also kühlen, funktioniert mit Luft-Wärmepumpen. „Unsere Energieausnutzung“, heißt es, „ist durch extrem niedrige Vorlauftemperaturen und eine dezentrale thermische Behandlung hoch effizient.“ Das alles bedeutet auch: Das Gebäude ist unabhängig von fossilen Brennstoffen.

Die Farchanter bekommen also ihre alte Einkaufsmöglichkeit zurück. Insgesamt sollen in der Filiale „vermutlich“ acht bis zehn Angestellte beschäftigt werden. Mindestens drei der bisherigen Mitarbeiter kehren an ihren früheren Arbeitsplatz zurück.

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