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Nach der Eidesformel gratuliert Bürgermeister Martin Wohlketzetter (r.) dem neuen Gemeinderat Stephan Graf.

52-Jähriger freut sich auf seine Aufgaben

Farchant: Stephan Graf als neuer Gemeinderat vereidigt

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Nachfolger im Amt: Stephan Graf (Freie Wähler) wurde nun vereidigt. Er rückt für den Verstorbenen Anton Zeller in den Gemeinderat. 

Farchant – Mit einer Schweigeminute hat Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD) Anton Zeller gedacht. „Einem Mann, der sich 15 Jahre für Farchant engagiert hat und der immer für neue Ideen gut war“, betonte der Rathaus-Chef. Nicht nur im Gemeinderat, auch als Apotheker habe sich Zeller, der im Alter von 54 Jahren an einer schweren Krankheit gestorben ist, einen Namen gemacht. Auch wenn der Vertreter der Freien Wähler erst vor wenigen Tagen zur letzten Ruhe getragen worden war, musste sich das Gremium jetzt schon mit der Nachbesetzung seines Postens beschäftigen. „So sieht es die Gemeindeordnung vor“, erklärte Wohlketzetter.

Stephan Graf übernimmt den freien Platz und sprach die Eidesformel – zur Freude des Bürgermeisters. „Bei dem zeitlichen Aufwand, den dieses Amt mit sich bringt, und den Anfeindungen, die einem manchmal entgegengebracht werden, keine Selbstverständlichkeit.“ Für den Sozialversicherungsangestellten war es allerdings gleich klar, dass er dem Wunsch der Bürger nachkommt. Schließlich ist er der erste Nachrücker auf der Liste der Freien Wähler.

Gedanken, ob er den Sitz im Gemeinderat tatsächlich antreten wird, hatte sich der zweifache Familienvater bereits im Vorfeld der Kommunalwahl 2014 gemacht. „Das überlegt man ja schon, bevor man auf eine Liste geht“, sagt Graf. Mit dem neuen Posten ist zudem verbunden, dass er Ausschüsse übernimmt, in denen Zeller vertreten war. Neben dem Haupt- und Finanzausschuss ist es noch der für Soziales, Vereine, Schulwesen und Kindergärten, in dem er sich künftig engagiert. Zudem firmiert er in dem für Tourismus und Kultur als Erster und in dem für Liegenschaften und Infrastruktur als Zweiter Stellvertreter.

Graf freut sich auf all diese Aufgaben. „Kommunalpolitik interessiert mich“, bestätigt der 52-Jährige. „Jetzt habe ich die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten.“  

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