SPD-Paukenschlag: „Unerwartete Wendung“ - Esken verkündet Kanzlerkandidat - doch der Tonfall überrascht

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Jour fix am Vormittag: (v.l.) Martin Hibler (Baufirma), Bauamtsleiter Michael Rauch, Bürgermeister Christian Hornsteiner, Bauleiter Toni Schönach und Hans Hibler (Baufirma) sprechen die weiteren Schritte ab.

Umleitungen sind eingerichtet

Straßenbau in Farchant ist in vollem Gang: Sperrung für sieben Wochen

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Letzter Abschnitt der Ortskernsanierung: Im Bereich des Rathauses und der Kirche werkeln derzeit die Arbeiter. Die gute Nachricht: Alles läuft exakt nach Zeitplan.

Farchant– Sepp Kleißl und Konrad Zerluth lehnen am Zaun vor St. Andreas. Neugierig beobachten die zwei älteren Herren, wie ein Bagger vor der Kirche seine Schaufel in die Erde gräbt. Fast könnte man meinen, sie fungieren am Dienstagvormittag als Bauaufsicht. Bürgermeister Christian Hornsteiner und Bauleiter Toni Schönach gesellen sich dazu, ratschen mit ihnen, berichten über die Arbeiten. Gehört dazu, findet der Rathauschef. Schon im Vorfeld informierte die Gemeinde die Farchanter Bürger umfangreich über die Ortskernsanierung. Ein Faktor, meint Hornsteiner, warum bislang keine Kritik geäußert wurde.

Am Kirchplatz wird derzeit fleißig gebaggert.

Der Bürgermeister ist rundum zufrieden mit dem Geschehen zwischen dem Anwesen Am Gern 1a und dem Gotteshaus. Derzeit steht der Straßenbau im Mittelpunkt. Die Randbegrenzungen werden installiert. An der Kirche laufen die Vorbereitungen für das Flächenpflaster. Ein Teil existiert bereits. „Wir haben den Platz dort auf zweimal gebaut“, sagt Hornsteiner. Damit der Verkehr fließen kann.

Verkehrstechnisch der schwierigste Abschnitt

Seit Montag geht’s nicht mehr ohne Sperrung des Bereichs. Sieben Wochen dauert sie. „Dann ist die Asphaltdecke soweit, dass man sie wieder befahren kann“, sagt der Rathauschef. Für die Anwohner des westlichen Ortsgebiets wurden Umleitungen eingerichtet – über die Blumen- und Angerstraße wie auch den Schafkopfweg im nördlichen Bereich sowie über die Alpspitzstraße im südlichen Teil Farchants.

Lesen Sie auch: Am Farchanter Rathaus geht‘s rund - mit Folgen für den Verkehr

Seit Ende April herrscht Am Gern reger Betrieb. „Vom Verkehr her der schwierigste Abschnitt.“ Und der letzte der städtebaulichen Sanierung. Gleich zu Beginn standen aufwendige Arbeiten an: der Bau eines Oberflächenkanals und vor allem der neuer Wasserleitungen. Die alten waren bereits 50 bis 60 Jahre, manche Hausanschlüsse sogar über 100 Jahre alt. Sogar Holzleitungen kamen zum Vorschein, erzählt Schönach.

Die Nebenschauplätze verlieren die Verantwortlichen ebenfalls nicht aus dem Blick. 14 Parkplätze und zwei für E-Autos entstehen. Die Bauerngärten, die temporär entfernt wurden, gehören nach der Fertigstellung auch wieder zum gewohnten Bild.

Schneller als gedacht

Die guten Nachrichten bei dem Projekt, dessen Gesamtvolumen bei rund 2,3 Millionen Euro liegt (Förderung: 60 Prozent, ohne Wasserleitungsbau): „Wir sind zu 100 Prozent im Zeitplan“, sagt Hornsteiner. Mehr noch: Nach aktuellem Stand ist damit zu rechnen, dass heuer sogar noch der Rathausplatz angepackt wird. 2021 wandert die Baustelle dann Richtung Alpspitzstraße weiter. Der Bürgermeister freut sich schon auf das Endergebnis. Denn schon der Gern-Platz und das Areal am Nepomuk-Brunnen „sind wirklich schön geworden“. 

Mehr zum Thema: 

Städtebauförderung: Farchant wertet Ort für insgesamt 1,9 Millionen auf

Straßenbreite scheidet die Geister

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