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Das neue Hotel soll an der Farchanter Frickenstraße entstehen.

Explorer soll Übernachtungszahlen steigern

Farchanter Hotel-Pläne kommen auf den Tisch

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Die Farchanter haben entschieden: Das neue Hotel an der Frickenstraße kann kommen. Mit dem Votum der Bürger ist auch der klare Auftrag zum Weiterplanen verbunden. Den nehmen die Explorer-Gruppe und die Gemeinde gerne an.

Farchant – Deutlicher, noch eindeutiger hätte sich Katja Leveringhaus das Ergebnis des Bürgerentscheids gewünscht. 1178 Nein-Stimmen auf den gelben Zetteln bedeuten letztlich 1178 Farchanter, die für den Hotel-Neubau an der Frickenstraße sind. Eine Mehrheit von 88. „Das ist natürlich positiv“, sagt die Geschäftsführerin der Explorer Hotels Entwicklungs GmbH mit Sitz in Fischen (Oberallgäu). Trotzdem hätten’s ein paar mehr sein dürfen. „Möglicherweise war die Fragestellung etwas verwirrend“, mutmaßt sie. Denn wer hinter dem Projekt an der Frickenstraße steht, musste Nein ankreuzen. Die Hotelgegner hingegen Ja – passend zum Titel des Entscheids „Rettet die Föhrenheide“.

Was Leveringhaus bei diesem Ergebnis nicht auf dem Schirm hatte, waren die Briefwähler. „Etliche haben bereits vor der Bürgerversammlung abgestimmt“, sagt Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD). Und in deren Votum konnten somit die Informationen, die von beiden Seiten zwei Wochen vor der Wahl gekommen sind, nicht mehr einfließen. Ihm war allerdings klar, dass die Befürworter keinen „Riesenvorsprung“ haben werden. „Ich bin jetzt erleichtert, dass wir weiterplanen können“, unterstreicht er. Die große Freude stellt sich bei dem Rathaus-Chef aber erst ein, „wenn das Hotel eröffnet wird“.

Freut sich über die Mehrheit für ihr Hotel-Projekt: Katja Leveringhaus.

Wann das sein wird, kann Leveringhaus noch nicht abschätzen. „Dazu lag alles zu lang auf Eis.“ Zunächst wird sie sich nun intern mit ihrem Partner Jürnjakob Reisigl und den Mitarbeitern abstimmen, anschließend mit der Gemeinde Farchant. „Dazu müssen wir vor allem erst einmal die Unterlagen wieder in die Hand nehmen, die wir jetzt ja wirklich lange ruhen haben lassen“, sagt sie. „Gemeinsam planen wir dann die nächsten Schritte.“ Eine erste Abstimmung schwebt ihr in dieser Woche vor.

Der Rahmen, wie das künftige 200-Betten-Haus ausschauen soll, steht schließlich. Das Konzept der Explorer-Gruppe, die schon Hotels in Oberstdorf, Nesselwang, Berchtesgaden, Montafon, Kitzbühel und im Zillertal betreibt, sieht vor, dass Entwickler, Investor und Betreiber aus einem Guss kommen. Das Haus selber wird in Passiv-Bauweise errichtet. Von den 18 300 Quadratmetern an der Frickenstraße braucht Explorer dem Bürgermeister zufolge insgesamt 5000 – inklusive Außenbereich und gepflastertem Parkplatz mit 55 Stellplätzen. Weitere 1000 Quadratmeter werden für eine alm-ähnliche Einkehr – „das dient der Direktvermarktung“ – und 2700 für eine mögliche Wohnbebauung genutzt. „Der Rest bleibt Grünfläche“, sagt Wohlketzetter. Für ihn sind die Pläne der Explorer-Gruppe „ein Glücksfall“. 35 000 zusätzliche Übernachtungen soll das Hotel bringen. Und damit den Verlust der vergangenen Jahre etwas ausgleichen. Aktuell stehen den Urlaubern in Farchant 706 Betten zur Verfügung – seit 2003 hat das Dorf 370 verloren. Steht das Hotel, sind es wieder 200 mehr.

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