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Zwei Glückliche: Belita und die Caroline Auer freuen sich über das neue Zuhause der bedürftigen Frau.

Wo die Uhren „pangono pangono“ ticken

Farchanterin setzt sich in Malawi für die Ärmsten der Armen ein - und hat noch weitere Hilfs-Ideen

Sie trägt ihr Herz am rechten Fleck: Caroline Auer hilft in Malawi den Ärmsten der Armen. Jetzt hofft die 27-jährige Farchanterin auf finanzielle Unterstützung.

Lilongwe/Farchant –Nicht einmal eine Matratze hat in dem kleinen, runden Lehmhaus von Belita Platz. In der Nacht dringen Tiere durch die Löcher in der Wand ein, rauben ihr den Schlaf. Auch Regen hält das Schilfdach der Hütte kaum ab.

In ihrer Notlage bekam die Bedürftige Unterstützung von Caroline Auer (27) und einem improvisierten Baustellenteam aus Freiwilligen. Die Farchanterin verbringt drei Monate im Zentrum der „Missionary Community of St. Paul the Apostle“ der Pfarrei Benga in Malawi, einem Land im Südosten Afrikas. Die jungen Helfer schufteten in der Hitze, schafften Wasser zur Betonherstellung von einem Fluss in der Nähe heran. Nach drei Wochen konnte Belita in ein Haus aus Lehmziegeln ziehen. „Es war wirklich ein emotionaler Moment“, erzählt Auer. „Sie freute sich so sehr und weinte.“

Seit Anfang Juni engagiert sie sich für die Mission nordöstlich der Hauptstadt Lilongwe. Die Mitarbeiter um Pater Manuel Hernandez haben über die Jahre hinweg Initiativen aufgebaut, um die Umstände der Bewohner zu verbessern. Von weniger als einem US-Dollar lebt der Durchschnitt pro Tag, die Region rund um Benga ist die ärmste des Landes. Lebenspraktische Bildung, die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und schnelle Hilfe vor Ort stehen bei der Mission im Vordergrund. Projekte für Bedürftige, wie den Hausbau, finanziert sie durch Spenden. Für ihren Einsatz während des Auslandsaufenthalt erfährt die Farchanterin aus ihrer Heimatgemeinde von allen Seiten Unterstützung. „Die meisten finden es super.“

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Wenig Freizeit - macht aber nichts

Selbst ist die Frau: Die Farchanterin stellt ihr handwerkliches Geschick unter Beweis und hilft beim Hausbau mit.

Bereits 2014 engagierte sich Auer im Rahmen eines internationalen sozialen Jahres in Ecuador (Südamerika). Nachdem sie ihr Studium in Pastoral- und Religionspädagogik in Freiburg beendet hatte, packte die junge Frau das Fernweh. „Mir war klar, dass ich eine neue Kultur, eine neue Sprache kennenlernen und pastorale Arbeit mitgestalten will.“ Im Zuge ihrer darauffolgendenden Ausbildung zur Gemeindereferentin bei der Erzdiözese München und Freising nutzte sie die Kontakte des Ordinariats zur Mission in Benga.

Nur wenig Freizeit hat die 27-Jährige in Malawi. In ihren Aufgabenbereich fällt unter anderem die Firmvorbereitung. Jeden Samstag besucht sie Alte sowie Kranke und betreut Mütter samt deren Kinder. „Für mich ist es nicht wichtig, frei zu haben“, betont Auer. „Ich möchte viel von der Kultur kennenlernen.“ Und das geschehe am besten im Alltag.

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In Benga wird es unterdessen jeden Tag heißer. Regen erwarten die Bewohner erst im Oktober. Auer kehrt schon Ende August nach Deutschland zurück. Als Gemeindeassistentin beginnt sie das Berufsgrundschuljahr in den Pfarrverbänden Bad Endorf und westliches Chiemseeufer.

Am liebsten würde die 27-Jährige noch länger in Afrika bleiben. Kein Tag ist dort wie der andere. Die Uhren ticken „pangono pangono“, langsamer. Auer hat noch viele Ideen. Ein weiteres Haus zu bauen und das tägliche Frühstück für die Kindergartenkinder zu gewährleisten, gehören dazu. Vorhaben, die nur durch Spenden realisiert werden können.

Eines hat die junge Frau während der Zeit in Malawi besonders gelernt: „Den Menschen Zeit zu schenken und präsent zu sein, das möchte ich von hier mitnehmen.“

Spenden an die Mission

Wenn Sie, liebe Leser, die Mission direkt unterstützen wollen, können Sie Ihre Überweisung an folgendes Konto tätigen:

Bank: BBVA

IBAN: ES98 0182 2012 9302 9150 34 89

Verwendungszweck:Comunidad Misionera de San Pablo Apóstol

Sophia Dürr

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