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Der Bürgermeister -Kandidat Christian Hornsteiner (M.) mit den Parteiverantwortlichen (v.l.) Stefan Graf, Gerhard Portele (beide Freie Wähler), Han s Schmid, (ab 3.v.r.) Anton Lipf (beide CSU) sowie Monika Ott und Christoph Sörgel (beide SPD).

Das gute Miteinander soll weitergehen

Farchants kleine Sensation: Drei Parteien schenken einem Bürgermeister-Kandidaten das Vertrauen

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CSU, SPD und Freie Wähler stehen geschlossen hinter dem gleichen Bürgermeister-Kandidaten. Sie sind von den Qualitäten von Christian Hornsteiner, dem geschäftsleitenden Angestellten der Gemeinde, überzeugt.

Farchant – Geburtsort der Idee: Rathausbüro. Geburtshelfer: Hans Schmid. Im Gespräch mit Christian Hornsteiner hatte der Vize-Bürgermeister die Eingebung: „Eigentlich wärst Du der richtige Mann für die Besetzung des Bürgermeisteramtes“, sagte er zum geschäftsleitenden Angestellten der Gemeinde. Das war eine Woche, nachdem Martin Wohlketzetter (SPD) die Bombe platzen ließ und verkündete, sich bei den Kommunalwahlen 2020 nicht mehr als Kandidat für den Posten zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Option hatte sich der Gemeinde-Mitarbeiter bis dato noch nie auseinandergesetzt. Darüber müsse er sich erst Gedanken machen, vertröstete er sein Gegenüber. Mehr nicht. Schmid aber sprach bereits von einem „guten Tag“. Sein Gespür sollte ihn nicht täuschen. Hornsteiner macht’s. Der 46-Jährige möchte sich um den Chefsessel im Rathaus bewerben.

Die Entscheidung ist wohlüberlegt. Ohne das Einvernehmen seiner Familie wäre sie anders ausgefallen. Aber: „Sie stand sofort komplett dahinter“, sagt der Vater eines Sohnes (14) und einer Tochter (6) am Freitagnachmittag bei einem Pressegespräch im Alten Wirt. Mit dabei: die Verantwortlichen von CSU, SPD und Freie Wähler (FW). Aus gutem Grund. Hornsteiner tritt als fraktionsübergreifender Kandidat an. „Das ist schon fast ein Novum und etwas ganz Besonderes“, sagt er. Dass so eine Konstellation zustande kommen kann, er hätte es nicht für möglich gehalten.

Vorschusslorbeeren für Hornsteiner

Nach Wohlketzetters Überraschung mussten sich die Parteien sortieren. Nur die CSU war bereits auf Kurs, machte deutlich, einen potenziellen Nachfolger zu küren. Hornsteiner ist der Auserkorene. Er wird für die Christsozialen ins Rennen gehen. Unter einer Voraussetzung: Der geschäftsleitende Angestellte verzichtet darauf, seinen Namen auf die Gemeinderatsliste zu setzen. „So kann ich keine Listenstimmen generieren, die der CSU zusätzliche Sitze im Gemeinderat ermöglichen.“ Deshalb steht die Aufstellungsversammlung der „Schwarzen“ – voraussichtlich im November – als erstes auf dem Programm. Damit SPD und FW den Beweis erhalten. Dem bedarf es eigentlich gar nicht. Vertrauen untereinander und vor allem in Hornsteiner besteht.

Gerade für die CSU, die vor der Wohlketzetter-Ära die Politik im Ort maßgeblich prägte und Mehrheiten im Kommunalparlament besaß, ist dieser Weg ungewöhnlich. Doch Schmid stellt klar. „Die Vorteile für alle überwiegen.“ Die Partei-Ortsverbände, mit denen die Personalie Hornsteiner abgestimmt ist, halten große Stücke auf den 46-Jährigen, sind von seiner Qualifikation überzeugt. „Der Mann hat überall den Einblick“, betont der Vize-Bürgermeister. Seit zwölf Jahren begleitet der leidenschaftliche Volksmusiker in seiner Position die Prozesse und Projekte im Ort. Stets fachkompetent und neutral, sagt Gerhard Portele (FW).

Wohlketzetter weiß Bescheid

Die Vorschusslorbeeren will der Kandidat versuchen zu erfüllen. Das harmonische Miteinander und die sachlichen Diskussionen im Gemeinderat wie in den vergangenen zwölf für den Ort erfolgreichen Jahren gewährleisten. „Die Gemeinde selbst muss vor jeglicher Parteipolitik kommen.“

Worte, die beim Pressetermin alle ohne Murren unterzeichnen würden. Worte, die jeder in seiner eigenen Art formuliert. Ihnen allen geht es um das Wohl Farchants. Man will weiter auf der Schiene fahren wie bisher. Weil das Dorf vorangebracht wurde. „Der Ort lebt“, sagt Monika Ott (SPD). Das soll auch so bleiben. Hornsteiners Ziel: „Farchant in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln, dabei aber die wichtigen Werte, die den Ort ausmachen, nicht zu vergessen.“ Auch in den Kreisgremien möchte er die Kommune vertreten.

Wohlketzetter ist bereits im Bilde. Hornsteiner hat ihm seine Entscheidung persönlich mitgeteilt. „Wir hatten immer ein Vertrauensverhältnis“, sagt er. Diese Loyalität gehört zu den Dingen, die er weiterführen möchte.

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