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Dort ist das Hotel geplant: die Föhrenheide in Farchant.

Zu viele Spekulationen, zu wenig Kommunikation

Hotel-Neubau in Farchant: Warten auf Antworten

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Der geplante Hotel-Neubau in Farchant wirft Fragen auf – vor allem bei Manfred Messerschmidt, dem Initiator des Bürgerbegehrens. Antworten erwartet er aus dem Rathaus. Zum Erstaunen von SPD-Gemeinderätin Monika Ott hat er bislang noch nicht das persönliche Gespräch gesucht.

Farchant – Manfred Messerschmidt wartet. Seit Wochen schon. Der Vertreter des Bürgerbegehrens „Rettung der Föhrenheide“ hofft auf Antworten – aus dem Rathaus. Er begrüßt zwar sehr, dass der Gemeinderat nun seine „Meinungen und Entscheidungsgrundlagen offensiv ins Dorf hinaustragen“ und seine „Absichten kundtun“ will. Allerdings erschließt sich ihm nicht, warum das erst jetzt über das Ratsbegehren „Nachhaltiger Tourismus für Farchant“ passiert. Zudem versteht er nicht, dass „dafür in ein Biotop und gleichzeitig in ein Wasserschutzgebiet, in dem nach der geltenden Verordnung keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden dürfen, eingegriffen wird“. In dem Zusammenhang verweist Messerschmidt auf die Bayerischen Verfassung, die vorsieht, dass die Natur zu erhalten und für jedermann zugänglich zu machen ist.

Der Initiator des Bürgerbegehrens wird nicht müde, seine Zweifel kundzutun. Und er scheut sich auch nicht, Aussagen der Gemeinde infrage zu stellen. Die Verträge mit den Weidegenossen über Ausgleichsflächen etwa, mit denen Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD) den Erwerb einer Teilfläche an der Frickenstraße erklärt. 200 000 Euro hat die Kommune dafür ausgegeben, um den Landwirten ein Tagescafé mit Direktvermarktung zu ermöglichen. Warum das auf Kosten des Steuerzahlers passiert, ist ein Thema, das Messerschmidt unter den Nägeln brennt. Denn den ins Feld geführten Ausgleichsanspruch für Flächen am alten Fußballplatz, beim Edeka-Bau und am Schwimmbad-Parkplatz hält er für verjährt.

Dass Messerschmidt, der noch nicht einmal ein Jahr in Farchant wohnt, Fragen zu den anstehenden Projekten hat, kann Monika Ott (SPD) nachvollziehen. Allerdings erschließt sich ihr nicht, warum er nicht das Gespräch mit dem Bürgermeister, dessen Stellvertreter oder einem Mitglied des Gemeinderats sucht. „Wir sind schon erstaunt, dass keiner von denen, die das Bürgerbegehren eingereicht haben, von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht hat“, sagt Ott. Ausgestattet mit entsprechenden Informationen „hätte das vielleicht zu einer anderen Sichtweise zum Thema Entwicklung des Dorfes und Explorer-Hotel geführt“. Nachdem Messerschmidt und seine Mitstreiter sich bei der Bürgerversammlung nicht zu Wort gemeldet hatten, hofft sie nun, möglichst bald mit ihnen und allen anderen Farchantern ins Gespräch zu kommen, „um Klarheit und Transparenz zu vermitteln“. Mit Halbwahrheiten, die nebulös durch den Ort wabern und die Menschen verunsichern, will sich Ott keinesfalls abfinden.

An Transparenz liegt auch Messerschmidt. Deshalb fordert er einen Beleg dafür, warum Schmutzwasserkanal, Wasserleitung und Stromkabel, die in den 1960er Jahren für maximal 150 Bewohner gebaut wurden, jetzt für 350 Nutzer und die Direktvermarktung ausreichen sollen. „Beziehungsweise interessiert mich, welche Kosten durch die Ertüchtigung auf die Gemeinde zukommen.“ Auch die Vorschrift über den Bau von Bürgersteigen führt er ins Feld: „Danach ist ab 500 Fahrzeugen täglich ein Gehweg zu errichten“, erklärt er. Nachdem der Verkehr seiner Meinung nach in der Frickenstraße auf mindestens 900 ansteige, ignoriere die Gemeinde diese offenbar. Außerdem regt er an, ein Gerüst oder Ähnliches auf dem künftigen Hotel-Grundstück zu errichten, um eine Vorstellung der Dimensionen zu bekommen. „In Südtirol sind solche Verfahren üblich“ – und haben sich ihm zufolge bewährt.

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