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Stellen sich zur Wahl: (v. ab 2.v.l.) Christoph Sörgel, Anja Wünderlich, Monika Ott, Sarah Kolb, Florian Ott, (M.v.l.) Karl-Heinz Mayr, Christian Rotter, Josef Kundler, Heinz Suldinger, (h.v.l.) Tobias Hamberger, Richard Kundler, Simon Wohlketzetter und Robert Moosburger mit dem amtierenden Bürgermeister Martin Wohlketzetter (l.). 

Das Zugpferd fehlt

SPD Farchant vor schwieriger Kommunalwahl: Ortsverein ist hoffnungsvoll, aber realistisch

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Die Sozialdemokraten in Farchant werden für die Kommunalwahl keinen Bürgermeister-Anwärter stellen. Dafür wollen sie mit ihren Listen-Kandidaten um Sitze im Gemeinderat kämpfen.

Farchant– Die Voraussetzungen, sie waren schon einmal besser. Als der Farchanter SPD-Ortsverein einen Bürgermeisterkandidaten anbieten konnte. Martin Wohlketzetter hatte 2014 Stimmen gebracht. Vier Gemeinderäte plus den Rathauschef stellten die Sozialdemokraten in der folgenden Periode. Doch für die anstehenden Kommunalwahlen fehlt das Zugpferd. Der 60-Jährige verabschiedet sich aus seinem Amt. Bei der SPD zeigt man sich deshalb realistisch. Die Machtverhältnisse im Gremium werden sich wohl verschieben. Aber der Ortsverein kämpft um jeden Platz.

Die Befürchtung, dass die Roten an Sitzen einbüßen, klingt am Freitagabend bei der Aufstellungsversammlung im Alten Wirt immer wieder durch. „Wir können froh sein, wenn einer oder zwei von uns reinkommen“, sagt Richard Kundler. „Das sollten wir uns vor Augen halten.“ Der aktuelle Gemeinderat, der sich ein letztes Mal um ein Mandat bewirbt, steht auf Listenplatz sechs. „Die Jungen sollen nach vorne“, betont der Inhaber eines Planungsbüros.

Wahlvorschlag im Vorfeld festgezurrt

Seine Meinung teilen einige. Umso wichtiger war es für die SPD, mit einer starken Mannschaft ins Rennen zu gehen. Die Suche nach den 17 Anwärtern (davon ein Ersatzkandidat) hatte sich schwierig gestaltet. Es gelang trotzdem. Bereits bei einem Treffen im Vorfeld war der Wahlvorschlag abgestimmt worden. „Wir haben uns das nicht einfach gemacht“, betont Ortsvorsitzender Christoph Sörgel. „Aber wir sehen Sinn dahinter.“ Vom Reißverschlussverfahren, das heißt, die Plätze abwechselnd mit Frauen und Männern zu besetzen, halten die Farchanter Abstand. Nach Rücksprache mit den weiblichen Vertretern. Bei der Versammlung bestätigen die 14 Anwesenden – nicht alle sind Mitglieder – die vorgelegte Liste nach kurzer Diskussion schließlich en bloc.

Wohlketzetter ist zufrieden. „Mit ihr kann man wohlgemut in den Wahlkampf ziehen“, stellt der amtierende Bürgermeister klar. Vor allem angesichts der Breite bezüglich des Alters und der Berufe der Bewerber. Gleichzeitig seien viele von ihnen in Vereinen aktiv. Die Kombination – ein Pluspunkt. Er glaubt deshalb, dass seine Partei nicht „komplett runterrutscht“. Schon allein wegen der bisher „guten Arbeit“ im Gemeinderat. Und für diese sei eine lebendige Demokratie nötig. „Dazu gehören drei Parteien.“

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SPD gegen eine absolute Mehrheit der CSU

Denn eines wollen SPD wie Freie Wähler verhindern: die absolute Mehrheit der CSU. Doch Monika Ott, Sörgels Stellvertreterin, behält ihren Optimismus. Gespräche mit Bürgern ermutigen sie dazu. Die Farchanter hätten ihr zufolge verstanden, dass der aktuelle geschäftsführende Angestellte im Rathaus Christian Hornsteiner, auf den sich alle verständigten, zwar ein guter Kandidat sei, die Schwarzen aber nicht die Überhand gewinnen sollten. Um den kleineren Parteien eine Chance zu ermöglichen, hat sich Wohlketzetters potenzieller Nachfolger auch nicht auf die CSU-Liste setzen lassen.

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Jetzt liegt es nicht mehr in der Hand der Sozialdemokraten. Wobei Josef Kundler die Anwesenden bei der Versammlung animiert, Bekannte und Freunde davon zu überzeugen, die Liste zu unterstützen. Sörgel nickt. „Mal schauen, was wir reißen“, sagt er abschließend. „Mehr als probieren können wir es nicht.“

Die Listenplätze:

1. Monika Ott (Heilpraktikerin), 2. Dipl. Ing. Christoph Sörgel (Technischer Angestellter), 3. Josef Kundler (Bauunternehmer), 4. Simon Wohlketzetter (Installateur- und Heizungsbaumeister), 5. Florian Ott (Hausarzt), 6. Dipl. Ing. Richard Kundler (Inhaber Planungsbüro), 7. Anja Wünderlich (Berufsbetreuerin), 8. Robert Moosburger (Rettungssanitäter), 9. Christine Neuner (Sozialpädagogin), 10. Tobias Hamberger (Zimmerer), 11. Sarah Kolb (Sozialarbeiterin), 12. Justin Ladurner (Azubi Rettungsdienst), 13. Dr. Katrin Finsterwalder (Ärztin), 14. Christian Rotter (IT-Spezialist), 15. Patrizia Hibler (Musikern, Azubi Krankenschwester), 16. Heinz Suldinger (Rentner), 17. Karl-Heinz Mayr (Rentner).

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