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In der Region bekannt: Das Duo Christian Hornsteiner, bei dem der Vater mit seinem zwölfjährigen Buben musiziert. 

Musikantentreffen auf den Farchanter Reschbergwiesen

Zammgspuit unter freiem Himmel

Mit der Familie und Freunden draußen zusammensitzen, essen, trinken, ratschen. Und dazu wird Musik gespielt und gesungen. Eigentlich recht unkompliziert. Entspannt und gesellig – so soll auch der Jubiläums-Marathon der Musikkapelle Farchant weitergehen. Und zwar auf den Reschbergwiesen.

Farchant – Das 175-jährige Bestehen der Musikkapelle Farchant feiern die Mitglieder gebührend. „Wir haben ja schon im Winter angefangen“, erzählt der Zweite Dirigent Josef Schmid. Unter dem Motto „175 Jahre Farchanter Opernball“ hatte die Blaskappelle damals am Rosenmontag zum Musikerball eingeladen. Es folgte der Festumzug im Juli. An die Veranstaltungsreihe zur Feier des Gründungsjubiläums knüpft nun das nächste große Ereignis an: das Musikantentreffen an den Reschbergwiesen in Farchant.

„Grundsätzlich stand die Überlegung an, wie wir unser Jubiläum gestalten“, sagt Schmid. Dass die Musiker beim Gottesdienst am Brünstlkopf spielen, sei schon fast ein ungeschriebenes Gesetz. Die Bergmesse findet dort alle zwei Jahre statt. In den Jahren zuvor wurde nach der Messfeier in der Giessenbachhütte eingekehrt. „Das war für die Leute aber immer recht weit weg“, erinnert sich der Farchanter. Da habe er die Idee von der Feier auf den Reschbergwiesen einfach mal in die Runde geworfen. Mit Erfolg. Durch etliche Telefongespräche und gute Kontakte nahm die Veranstaltung Gestalt an.

Der Josefi Gsang mit (v. l.) Josef Berndaner junior, Josef Berndaner senior, Moderator Alfred Sperer, Josef Schmid und Andreas Leitenbauer.

Am Sonntag, 10. September, werden nun je drei Gruppen ab 13 Uhr an drei Standorten – der Reschberghütte, Krie’s Wies am Gatter und der Diessner Hütte – gemeinsames aufspielen und singen. Und so den Nachmittag festlich gestalten. „Durch meine musikalische Vorgeschichte habe ich schon bestimmte Beziehung zu den Sängern und Musikanten“, erklärt der Dirigent, der als Mitglied vom Farchanter Josefi Gsang bei der besonderen Veranstaltung auch selbst zu hören sein wird.

Die drei Orte, an denen aufg’spielt wird, sind nur wenige hundert Meter voneinander entfernt und daher auch für nicht-ortskundige Besucher nicht zu verfehlen. „Da kommt man gar nicht aus“, bekräftigt Schmid und lacht. Will man auch nicht. Denn für Liebhaber der traditioneller Volksmusik wird das Treffen ein Fest. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Verschiedene Routen führen zum Ziel: Vom Lahnewinkel aus dauert der Aufstieg zirka 45 Minuten. Die Alternativ-Strecke vom Pflegersee-Parkplatz aus dauert etwas länger und ist in rund einer Stunde zu schaffen. Wer nicht zu Fuß gehen will oder kann, den bringt ein kostenloser Shuttleservice mittags zu den Reschbergwiesen. Start ist der Parkplatz am Lahnewinkel (am Ende der Feldernkopfstraße in Burgrain).

Um auf alle Wind- und Wetterlagen vorbereitet zu sein, dient bei schlechter Witterung der Kurgästesaal im Gasthof Alter Wirt in Farchant als Ersatzort für das Musikantentreffen. Denn die Vergangenheit lehrt, auf alle Launen der Natur vorbereitet zu sein.

„Die älteren Musikanten haben mal erzählt, wie sie bei der Bergmesse eine Zither dabei hatten und es so stark geregnet hat, dass man diese nach kurzer Zeit umdrehen und das Wasser ausleeren musste“, erinnert sich Schmid und lacht. Nun hoffen alle, dass es Petrus heuer gut mit den Musikanten meint.

Die Teilnehmer

1. Standort Reschberghütte:U30 der Musikkapelle Farchant, Baschtl‘s Hausmusi und Eschenloher Sänger.

2. Standort Krie’s Wies am Gatter:Duo Christian Hornsteiner, Geigenmusi Hoib und Hoib, Farchanter Josefi Gsang und 3012er Musi.

3. Standort Diessner Hütte:Ziach-Zupf-Blosn, Sunnaberg Dreigsang und Oberrieder Saitenmusi.

Anna Schärfl

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