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Ein Bild der Zerstörung: die Überreste der Penny-Filiale nach dem Großbrand.

Gemeinde wartet noch auf Bauantrag

Nach dem Großbrand in Farchant laufen die Pläne zum Penny-Neubau an

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Spätherbst 2019 – diesen Termin hat sich die Penny Markt GmbH gesetzt, um ihre Farchanter Filiale wieder zu eröffnen. Noch liegt der Gemeinde kein Bauantrag vor. Die Planungen für den Neubau des durch eine Feuerkatastrophe zerstörten Discounters laufen aber auf Hochtouren.

Farchant – Die Spuren, die von dem verheerenden Großbrand zeugen, sind längst beseitigt. Die Kripo Garmisch-Partenkirchen hat ihre Ermittlungen abgeschlossen. Ein technischer Defekt in der Müllpresse war verantwortlich für die Feuerkatastrophe gewesen, bei der im April die Penny-Filiale im Farchanter Gewerbegebiet am Gröben völlig zerstört worden war. Der Sachschaden war enorm: 1,5 Millionen Euro schätzte die Polizei. Das geriet aber fast zur Nebensache. Entscheidend war, dass bei dem Unglück keine Menschen verletzt wurden. Schon unmittelbar nach dem Brand stand fest: Die Penny Markt GmbH mit Sitz in Köln, zu der bundesweit rund 2180 Filialen gehören, will unbedingt am Standort Farchant festhalten.

Dieser Ankündigung lässt das Unternehmen nun Taten folgen. „Penny steht aktuell mit dem Vermieter vor dem Abschluss eines Nachfolge- Vertrages“, heißt es von Seiten der Pressestelle. Zudem durchlaufe man derzeit alle zur Errichtung eines neuen Gebäudes notwendigen Planungsstufen. Das hört Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD) gern. Allerdings liegt ihm noch nichts vor. „Bislang hat Penny keinen Bauantrag eingereicht“, sagt er auf Tagblatt-Anfrage.

Farchanter Penny-Filiale soll im Spätherbst 2019 wieder öffnen

Nach aktuellem Stand strebt das Unternehmen an, den Discounter im Spätherbst 2019 wieder zu eröffnen. Vorgesehen ist „ein neuer Baukörper, der energetisch, nachhaltig und dem neuesten Stand der Technik entspricht“, sagt eine Pressesprecherin. „Des Weiteren ist geplant, die Beheizung, beziehungsweise Teilklimatisierung zu 100 Prozent über die entstehende Abwärme der Gewerbekälteanlage zu realisieren. Somit wäre die Filiale völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen.“

Das verheerende Feuer am 11. April dieses Jahres hatte sich in Windeseile ausgebreitet. Der hölzerne Dachstuhl der Penny-Filiale war bereits kurz nach Ausbruch des Brandes gegen 21 Uhr eingestürzt, die Fenster geborsten. 163 Feuerwehrkräfte, darunter 20 Atemschutzträger, bekämpften mehrere Stunden lang die Flammen mit insgesamt gut 1,6 Millionen Liter Wasser. Vor Ort waren neben der Mannschaft aus dem Dorf auch Einheiten aus Garmisch, Partenkirchen sowie Ehrwald und Lermoos in Tirol. Zur Gebietssicherung waren zudem Kollegen aus Oberau und Mittenwald hinzugezogen. Die Nachlöscharbeiten waren erst am Folgetag gegen 11.45 Uhr beendet – fast 15 Stunden nach Ausbruch des Großbrandes.

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