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Bürgermeister Martin Wohlketzetter hofft, dass sich die Nutzerzahlen erhöhen. 

Ein Ticket für kostenpflichtige Freizeiteinrichtungen in beiden Orten

Jahreskarte: Oberau und Farchant packen‘s an

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Der Name „Interkommunale Zusammenarbeit“ ist sperrig. Ein Beispiel, was dieser Name in der Praxis bedeutet, geben nun Oberau und Farchant. Die Orte bieten künftig eine gemeinsame Jahreskarte für Freizeiteinrichtungen an.

von manuela Schauer

Farchant – Ein Ticket für Schwimmbad, Skilift und Natureisplatz in zwei Gemeinden – das klingt verlockend. Das dachten sich auch die Freien Wähler Oberau. Sie regten eine gemeinsame Jahreskarte für die kostenpflichtigen Freizeiteinrichtungen in ihrem Ort sowie in Farchant an. Mit ihrem Antrag stießen sie auf offene Ohren. Der Gemeinderat Oberau gab vergangene Woche grünes Licht für das neue Angebot, am Donnerstag musste Farchant eine Entscheidung treffen.

Grundsätzlich sprachen sich die Volksvertreter schon in der vorletzten Sitzung dafür aus. Damals aber noch ohne Beschluss. Sie gaben der Verwaltung eine Hausaufgabe auf, nämlich mit Oberaus Vertretern die Preise auszuarbeiten. Das ist mittlerweile geschehen. Nun war Farchant am Zug. Das Votum fiel identisch zu Oberau aus: einstimmig und positiv.

Extrawürste gibt es für keine der beiden Kommunen. Gleiches Ticket, gleiches Angebot, gleiche Preise. Das heißt: Saisonkartenbesitzer dürfen sich über eine Vergünstigung freuen. Sie können künftig zum halben Preis die Attraktionen im Nachbarort nutzen. Mit der Jahresverbundkarte verhält es sich anders. Diese ist ab 1. April bis 31. März des darauffolgenden Jahres gültig und ermöglicht unbegrenzten Eintritt in die Schwimmbäder und die Nutzung der Skilifte. Allerdings muss sie in der Kommune des Wohnsitzes erworben werden, damit kein finanzieller Ausgleich nötig wird. Einzig und allein die Kombikarte für Kinder, die 80 Euro kostet, steht nicht mehr zur Verfügung.

Die ausgetüftelte Preisgestaltung überzeugte. Nur Vize-Bürgermeister Johann Schmid (CSU) merkte an, dass das neue Angebot war gut sei, aber „äußerst günstig“. Doch genau dieser Aspekt könnte Mehrverkäufe generieren, sagte Marianne Böhmer (Freie Wähler). „Für uns macht’s dann die Masse.“ Dass mehr Besucher kommen, damit kalkuliert der Rathauschef. Vor allem angesichts der Bäder als Kostenfresser. „Man muss ja schauen wie man sie erhalten kann“, machte er deutlich.

Ob sich die Kooperation wirklich lohnt, das wird sich zeigen. „Es ist ein Versuch“, sagte Wohlketzetter. Anfang März nächsten Jahres wirft man den Blick auf die Zahlen. Und eventuell „müssen wir nachjustieren“.

Die Preise

Erwachsenenkarte: 100 Euro
 Kinderkarte: 70 Euro
 Familienkarte (2 Elternteile und beliebig viele Kinder): 170 Euro
 Mutter/Vater-Kind-Pass (1 Elternteil und beliebig viele Kinder): 120 Euro.

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