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Ein Sanierung-Fall: Das Farchanter Rathaus soll energetisch optimiert und barrierefrei gestaltet werden. 

Das plant die Gemeinde 

Finanzspritze für Farchants Rathaus

Farchant - Barrierefrei und energetisch optimiert – so soll sich das Rathaus Farchant in Zukunft präsentieren. Um das Vorhaben umzusetzen, hat sich die Gemeinde im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms um Fördergelder beworben. Eine Summe von 360 000 Euro steht im Raum.

Diese Mitteilung hat Martin Wohlketzetter (SPD) mit Wonne gelesen. Wer freut sich schließlich nicht über gute Nachrichten. In diesem Fall sogar ziemlich gute. Die wollte Farchants Bürgermeister den Gemeinderäten nicht vorenthalten und redete nicht lange um den heißen Brei herum. „Wir haben den Bescheid erhalten, dass wir 360 000 Euro bekommen.“ Es sind Fördermittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Bundes. Mit der Finanzspritze will die Gemeinde ihr Rathaus energetisch sanieren.

Die Bewerbung reichte die Kommune am 12. Februar dieses Jahres ein. Im Mai kam die positive Rückmeldung von der Regierung von Oberbayern. „Seither haben wir die Planungen fortgeführt“, machte Michael Rauch vom Bauamt in der Sitzung deutlich. Die Kostenprognose für die Vorhaben liegen ihm zufolge bei 571 000 Euro. „Wir haben aber alles bis zum Maximum ausgereizt“, ergänzte Rauch. Als nächsten Schritt muss die Gemeinde einen Antrag stellen, um die Bewilligung für die Fördergelder zu bekommen – samt Entwurf der Maßnahme, den die Gemeinderäte einstimmig befürworteten.

Ein konkretes und detailgenaues Konzept vorzulegen, dafür reichte die Zeit nicht. „Es hat damals pressiert“, sagte Wohlketzetter. Kurz und kompakt habe man die Pläne erstellt. Für die Umsetzung engagierte die Gemeinde das Oberauer Ingenieurbüro von Georg Kuba. Der hatte in den vergangenen Wochen allerhand zu tun. Denn mit dem Projekt will man auch das Ziel des Programms „Bayern barrierefrei 2023“ erfüllen, nämlich staatliche Gebäude, die öffentlich zugänglich sind, behindertengerecht zu gestalten. „Das gilt auch für Kommunen“, erklärte der Rathauschef. Ein Vor-Ort-Termin mit Daniela Bittner, Behindertenbeauftragte des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, brachte diesbezüglich neue Erkenntnisse. Barrierefreiheit betrifft nicht nur das Erdgeschoss, sondern auch den ersten Stock. Die Lösung: ein Aufzug im Innenbereich. Ausgewählt wurde das kleinste Modell, sagte Kuba, angesichts der eher geringen Auslastung. Doch es ist wichtig, wie der Bürgermeister aus Erfahrung weiß. „Ältere Leut’ haben Probleme, die Treppe hoch zu kommen.“ Und die Zahl der Senioren steigt weiter.

Dieser Aspekt zählt aber weniger zu den energetischen Verbesserungen. Da stehen andere Arbeiten an. Das Hauptproblem dabei ist das Flachdach zwischen denkmalgeschütztem Altbau und Neubau. „Das hat kaum Dämmung“, betonte Kuba. Desweiteren bekommt das Rathaus auf dem südlichen Dachteil eine Photovoltaikanlage auf 100 Quadratmetern, die Heizanlage wird erneuert, das Behinderten-WC umgebaut, und Leitsysteme für Sehbehinderte werden angebracht. Die Arbeiten ziehen sich durchs komplette Gebäude. Eingangsbereich, Kasse, Bauamt, Einwohnermeldeamt – Kuba und sein Team optimieren sämtliche Räume.

Doch Wohlketzetter ist klar: Der Feinschliff fehlt noch. „Das ist nur ein Entwurf“, sagte er. „Sicher wird da noch einiges zum Nachdenken und Überplanen sein.“ Doch fürs Erste musste etwas Handfestes her, um das Prozedere weiterzuführen. „Dann schauen wir mal, wann wir das umsetzen.“

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