Ein Handwerker arbeitet am großen Becken im Farchanter Warmfreibad
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Diesmal nicht nur die Beckenumrandungen: Für 4,9 Millionen Euro wird das Warmfreibad von 2022 bis 2025 komplett saniert.

Großprojekt für die Gemeinde Farchant

Startschuss für Freibad-Sanierung in Farchant - Baubeginn für 4,9-Millionen-Euro-Projekt im Herbst 2022

  • vonAlexander Kraus
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Der Prozess beginnt: Der Gemeinderat in Farchant hat grünes Licht für die bis 2025 geplante Generalsanierung des beliebten Warmfreibads gegeben. 2,2 Millionen Euro fließen aus einem Bundes-Fördertopf.

Farchant – Es ist vollbracht: Die Generalsanierung des Warmfreibads in Farchant ist gesichert. Der Gemeinderat hat die Weichen gestellt und die erforderlichen Eigenmittel von 2,7 Millionen Euro im Haushalt für die kommenden Jahre einstimmig bewilligt. „Ein Beschluss von großer Tragweite“, hebt Bürgermeister Christian Hornsteiner (CSU) hervor. Die restlichen 2,2 Millionen Euro für das Großprojekt stammen aus Bundesmitteln, die im September 2020 zugesagt worden waren. Nach der Zustimmung durch den Gemeinderat können diese nun auch offiziell abgerufen werden. Ab sofort geht es für die Kommune in die Planungsphase.

Detail-Planung für den Umbau liegt bisher nicht vor

Ein detailliertes Konzept für die umfangreiche Sanierung, die insgesamt 4,9 Millionen Euro kosten wird, existiert bislang noch nicht. Zumindest einmal hat sich der Gemeinderat aber hinter verschlossenen Türen in nicht öffentlicher Sitzung mit der Thematik befasst. Hornsteiner spach von „Brainstorming“ und „Gedankenspielen“ für das Schwimmbad. Ein paar Inhalte verrät der Rathauschef dem Tagblatt allerdings: So sollen unter anderem die Becken und die Funktionsgebäude wie Toiletten und Umkleidekabinen saniert werden. Vorgesehen ist obendrein, das Warmfreibad komplett barrierefrei zu gestalten. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, die Wasserflächen zu verkleinern oder die Beckentiefe zu verringern, um Energie zu sparen. Eines steht jedenfalls fest: „Die Badtechnik kommt auf neuesten Stand“, betont Hornsteiner.

Direkten Kontakt mit dem Fördergeber gab es bereits. Für die Bundesministerien wickelt der Projektträger Jülich, Teil eines Forschungszentrums, diese Vorhaben ab und setzt sie um. Anfang Februar gab es einen Austausch auf digitalem Wege. Fazit: „Bis zum 30. April müssen wir den Antrag auf Förderung verfassen“, nennt Hornsteiner die zentrale Erkenntnis aus der Videokonferenz. Der Förderzeitraum umfasst die Jahre 2021 bis 2025. Damit ist auch das Zeitfenster für die Sanierung des Schwimmbads fixiert. „Bis Ende 2025 ist es fertig“, verdeutlicht der Bürgermeister.

Bundeszuschuss ein großer Glücksfall für die Gemeinde Farchant

Hornsteiner stellte im Gemeinderat eine Tatsache nochmals heraus: Farchant habe bei der Bewerbung um den Zuschuss durchaus Glück. Denn beim Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ war die Gemeinde 2019 zunächst leer ausgegangen. Erst im August 2020 wurde der Fördertopf im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms aufgestockt – und das Warmfreibad erhielt die Freigabe.

Logisch, dass die Freude im Gremium groß war und ist. „So eine Chance kommt nicht wieder“, urteilte Vizebürgermeister Hans Schmid (CSU). 45 Prozent Zuschuss aus Bundesmitteln – diese Finanzspritze sieht er als „Ausnahme-Glücksfall“.

Der grobe Zeitplan steht: Nach der Badesaison 2022 geht‘s im Herbst los

Zumindest der Zeitplan für die Sanierung steht in groben Zügen. Noch im ersten Halbjahr 2021 will die Gemeinde die Planungsleistungen vergeben, im zweiten Halbjahr und Anfang 2022 erfolgen die Ausschreibungen. Nach der Saison sollen im September 2022 die Bauarbeiten starten. „Wir haben genug zu tun bis zum ersten Halbjahr 2022, dass wir die Planung hinbekommen“, sagte Gerhard Portele (Freie Wähler).

Nach dem Grundsatzbeschluss ohne Gegenstimme fiel Hornsteiner ein Stein vom Herzen. Er blickt nach vorne: „Wir können stolz sein. Die Zukunft des Freibads ist für eine oder sogar zwei Generationen gesichert.“

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