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Gullys machen dicht: Die Fahrbahn in der Weströhre des Farchanter Tunnels steht auf 200 Metern komplett unter Wasser.

Kalte Dusche für den Landkreis

Zweimal schlägt der Blitz ein! Unwetter hält Einsatzkräfte erneut auf Trab

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Ein heftiges Unwetter hat sich am Donnerstag zusammengebraut und sich über dem Landkreis entladen. Gullys konnten die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Zweimal schlug sogar der Blitz ein. Darunter in der Wankbahn.

Landkreis – Keine zwei Wochen ist es her. Ein Unwetter wütete im Landkreis. Samt Hagelschauer in Krün und Wallgau, samt Sturzfluten in Schwaigen. Jetzt, am Donnerstagabend, gegen 19 Uhr bekam unter anderem Farchant eine kräftige Dusche ab. Regen en masse. „Es hat eineinhalb Stunden gegossen, was gegangen ist“, sagt Thomas Joner. Schnell waren die Gullys satt, schluckten die Mengen nicht mehr: Fahrbahn unter im Farchanter Tunnel.

Auf einer Länge von 200 Metern stand sie im nördlichen Bereich der Weströhre „komplett unter Wasser“, schildert der Kommandant der örtlichen Feuerwehr die Lage. Mit 17 Kameraden rückte er aus, zwei Stunden lang pumpte das Team Wasser ab und reinigte die Schächte. Für den Verkehr hieß es in dieser Zeit: Bitte draußen bleiben, gesperrt!

Den Feierabend einläuten konnte Joners Mannschaft längst nicht. Zehn Einsätze zählt er. „Es ist übel zugegangen.“ Vollgelaufene Keller, überschwemmter Heubergweg und Terassen, die die Wehr mit Sandsäcken absicherten.

Bei Schwaiganger rutscht Erde auf die Staatsstraße.

Purer Stress herrschte auch bei den Murnauer Kameraden. Sie mussten sich aufteilen, um allen Problemen Herr zu werden. Die Kohlgruber Straße lief voll, war nur halbseitig befahrbar. Ebenso die Staatsstraße unter der A95 bei Schwaiganger. Dort rutschte ein Teil des Hanges ab. „Hat sich dramatisch angehört“, sagt Kommandant Florian Krammer. War es aber am Ende nicht. Mit der Ohlstädter Feuerwehr reinigte seine Gruppe die betroffene Spur. Damit nicht genug. In Grafenaschau halfen die Einsatzkräfte mit dem Wassersauger für die Keller aus, ehe das nächste Mal der Piepser Alarm schlug.

Unfall auf der A95 – wegen regennasser Fahrbahn.

Auf der A95 hatte eine Garmisch-Partenkirchnerin einen Unfall verursacht. Wie es von Seiten der Verkehrspolizei Weilheim heißt, war die 31-Jährige bei Ohlstadt Richtung Süden auf regennasser Fahrbahn nach links von der Straße abgekommen. Sie kollidierte mit ihrem roten Mazda mit der Mittelschutzplanke, wurde zurückgeschleudert und prallte gegen die rechte Begrenzung. Das Auto – defekt. Der Schaden liegt bei 5900 Euro. Die Frau blieb unverletzt. Die Murnauer sicherten und säuberten die Unfallstelle, der rechte Streifen blieb für 1,5 Stunden gesperrt.

Mit Starkregen und seinen Folgen allein war es am Donnerstagabend nicht getan. Zweimal schlug sogar der Blitz ein. Zum Beispiel in die Wankbahn in Garmisch-Partenkirchen. Sie stand am Freitag still – auch am Samstag ist sie noch außer Betrieb, teilt Johannes Burkart von der Bayerischen Zugspitzbahn mit. Derweil kümmern sich die Gemeindewerke, die Schäden zu beheben. „Wir hoffen, dass die Bahn am Sonntag wieder fährt“, sagt Burkart.

Schnell erledigt hatte sich die Angelegenheit dagegen in Murnau. Angeblich, sagt Krammer, habe der Blitz in einem Schuppen neben der Gaststätte an der Weilheimer Straße eingeschlagen. Er qualmte offenbar. Beim Eintreffen der Wehr rauchte aber nichts mehr. Kam jedem nur recht. Vor allem angesichts des intensiven Monats. 34 statt wie sonst etwa 15 Einsätze gab es. Krammer findet: „Jetzt könnt’s wieder ruhiger werden.“

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