Noch immer einige Störungen: Erhebliche Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Nimmt Formen an: die neue Loisachbrücke in Farchant. Ende September soll der Verkehr über das 3,6-Millionen-Euro-Konstrukt rollen.

Millionen-Projekt war ein „finanzieller Kraftakt“ für die Gemeinde

Voll im Zeitplan: Neue Loisachbrücke in Farchant wird im September eröffnet

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Die Arbeiten an der neuen Loisachbrücke in Farchant laufen auf Hochtouren. Der Termin für die Verkehrsfreigabe ist der 28. September. Danach wird dass Behelfskonstrukt, für das die Gemeinde Miete zahlt, zügig abgebaut.

Farchant – Martin Wohlketzetter ist zuversichtlich. „Wir sind gut im Zeitplan“, betont der Farchanter Bürgermeister (SPD). Aktuell laufen auf der neuen Loisachbrücke, die an Stelle der Verbindung von 1967 entsteht, die Abdichtungsarbeiten. Parallel dazu werden die so genannten Brückenkappen, sprich die Gehsteige hergestellt. Bis Ende August muss dem Bürgermeister zufolge alles soweit fertig sein, dass der eigentliche Straßenbau beginnen kann. „In dem Zug wird die Fahrbahn, die etwas höher ist, auch an die bestehende Straße angepasst“, verdeutlicht Wohlketzetter das Vorgehen. Bis der Neubau, der seit vergangenem Herbst läuft, dann am Freitag, 28. September, feierlich eingeweiht werden kann, steht auch noch der letzte Anstrich in frischem Taubenblau auf dem Plan. „Schließlich muss sie ja auch etwas gleichschauen“, meint der Rathaus-Chef.

Zur Freigabe des Konstrukts, in das 3,6 Millionen Euro geflossen sind, werden neben den Beteiligten am Bau vor allem die Anwohner eingeladen. „Die waren wirklich sehr verständnisvoll“, hebt der Bürgermeister hervor. Lärm Staub und auch Behinderungen, die mit dem Vorhaben einhergingen, hätten sie klaglos überstanden.

Der Neubau war für die Gemeinde „ein finanzieller Kraftakt“. Daran lässt Wohlketzetter keinen Zweifel. Diesen zu stemmen, stand aber nie zur Debatte. Zumal es dafür stattliche Fördermittel in Höhe von 1,83 Millionen Euro gibt und das Projekt dadurch für die Kommune günstiger wurde als eine Sanierung der maroden Brücke. Denn auf die Überquerung sind nicht nur die etwa zehn Prozent Farchanter, die östlich der Loisach wohnen, angewiesen, sondern auch die Besucher des Warmfreibads, des Sportzentrums Föhrenheide und des Trachtenheims. „Das Betriebsgebäude des Tunnels und unsere Wanderwege sind ebenfalls über sie zu erreichen“, unterstreicht der Bürgermeister.

Die Arbeiten in der Loisach, die mit 600.000 Euro zu Buche schlagen, ruhen seit dem Hochwasser Mitte Juni. „Dabei wurde auch die Baustraße weggeschwemmt.“ Fortgesetzt werden sie erst nach Fertigstellung der Brücke. Konkret bedeutet das, dass 70 weitere Meter der Fluss-Sole gepflastert werden und in nordwestlicher Seite die Ufermauer verlängert wird. „Dann haben wir auf einer gewissen Strecke einen gleichen, beziehungsweise konstanten Querschnitt“, sagt Wohlketzetter.

Dieses Vorhaben muss auch deshalb warten, um nach der Verkehrsfreigabe schnellstens die Ersatzbrücke abzumontieren. „Zügig“ ist das Wort, das der Bürgermeister wählt. Jeder Tag, den das Behelfskonstrukt steht, kostet nämlich Miete. Die will Wohlketzetter verständlicherweise möglichst rasch loswerden.

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