Der Spielplatz am St. Andreas-Kindergarten
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Anbau oder Container? Der Kindergarten St. Andreas soll erweitert werden.

Kindergartenplätze dringend gesucht

Weiterer Bedarf: Farchant lässt Konzept für St. Andreas erstellen

  • vonAlexander Kraus
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Der Gemeinderat Farchant hat den Bedarf für weitere Kindergartenplätze anerkannt. Geplant ist zudem ein Erweiterungsbau am St. Andreas-Kindergarten.

Jahr für Jahr die gleiche Leier: Die Gemeinde Farchant muss beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen eine auf zwölf Monate befristete Betriebserlaubnis für eine Notgruppe beantragen. Untergebracht sind die Mädchen und Buben im Kindergarten St. Andreas an der Wankstraße. Im Gemeinderat bekräftigten die Lokalpolitiker nun den Bedarf an zusätzlicher Betreuung. Mehr Plätze zu bieten, hält Bürgermeister Christian Hornsteiner (CSU) für eine Notwendigkeit. Die derzeitige Notgruppe werde das Landratsamt nicht ewig genehmigen, befürchtet er. „Schon bei der letzten Verlängerung kam die Aufforderung, eine endgültige Lösung zu finden.“

Vorerst bleibt der Engpass bestehen. Das zeigt ein Blick auf die Zahlen. Aktuell gibt es im Kindergarten St. Andreas 78 Plätze, dazu kommt die zehnköpfige Notgruppe. Den Kindergarten St. Florian besuchen 41 Kinder – macht insgesamt 129 Plätze im Ort. 2021/22 muss die Gemeinde jedoch 142 Mädchen und Buben unterbringen, zudem einige jüngere noch in der Krippe. Der Ausschuss für Tourismus, Kultur, Soziales und Vereine hat dem Gemeinderat empfohlen, den Bedarf einer zusätzlichen Gruppe mit 25 Plätzen anzuerkennen.

 Es soll kein Dauerzustand werden, dass wir jedes Jahr eine Notgruppe genehmigen lassen müssen.

Bürgermeister Christian Hornsteiner

Hornsteiner sieht Handlungsbedarf. „Es soll kein Dauerzustand werden, dass wir jedes Jahr eine Notgruppe genehmigen lassen müssen.“ Träger der Einrichtung ist die katholische Kirche, sie wird die Kosten für eine Erweiterung aber nicht übernehmen. Dies hat sie bereits durchsickern lassen, spielt vielmehr den Ball weiter an die Gemeinde. Daher beauftragte die Verwaltung einen Planer, ein Konzept für einen Anbau am Kindergarten St. Andreas zu erstellen. Eine weitere Variante scheint ebenfalls möglich: Es soll über einen Container auf dem Gelände diskutiert werden.

Wie auch immer sie aussehen wird: Eine Lösung muss her. Daran lässt Hornsteiner keinen Zweifel. Kindergartenplätze zu schaffen, sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Über Förderungen hat sich der Bürgermeister bereits informiert, es gab erste Gespräche mit der Regierung von Oberbayern. Der Bund plane neue Sätze für den Kindergartenbau. „Da erhoffen wir uns mehr Förderungen als nach dem alten Programm.“

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