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Carolin Kleinert mit ihrem Lebensgefährten Radouane und dem Verlobungsring kurz nach dem Antrag. Im Sonnalpin hatte sie das Schmuckstück am nächsten Tag fotografiert – und dann liegen gelassen.

Großes Pech

Verlobung endet desaströs: Frau verliert Ring auf der Zugspitze

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Beim Urlaub in Farchant machte Radouane seiner Carolin einen romantischen Heiratsantrag, inklusive Ring. Im Sonnalpin auf der Zugspitze passierte dann das Unglück.

  • Im Skiurlaub verlobten sich Carolin und Radouane nach langjähriger Beziehung.
  • Mit einem Ring ging Radouane vor der Mutter seiner Kinder auf die Knie.
  • Am Skilift folgte dann der Schock.

Grainau– Das alte Jahr endete für Carolin Kleinert mit regelrechten Glücksgefühlen. Am späten Silvesternachmittag hatte die 39-Jährige mit ihrem langjährigen Freund und Vater der gemeinsamen zwei Kinder einen romantischen Spaziergang zu den Kuhfluchtwasserfällen in Farchant (Kreis Garmisch-Partenkirchen) gemacht.

Romantischer Antrag im Schnee - Verlobungsring verschwindet auf der Zugspitze

Auf einmal blieb der 46-jährige aus den Niederlanden stammende Radouane stehen, ging vor ihr auf die Knie – und hielt um ihre Hand an. Carolin sagte Ja, und ihr künftiger Ehemann streifte ihr als Symbol des Heiratsversprechens einen wunderschönen Verlobungsring aus Gold über den Ringfinger. Vier Wellenkämme sind auf ihm sanft im Kreis angeordnet. Kaum 24 Stunden später war der schöne Ring verschwunden – am Neujahrstag auf der Zugspitze.

Das Paar stammt aus dem Rheinland und machte mit Baby Lasse und dem fünfjährigen Sohn Carl Urlaub im oberbayerischen Farchant. Eine Tradition in der Familie, „wir sind zweimal im Jahr hier“. Am Morgen des Neujahrstags entschlossen sie sich zu einer Fahrt auf die Zugspitze. Radouane und der ältere Sohn gingen auf die Piste, Carolin genoss mit dem Baby am Gletscherrestaurant Sonnalpin auf dem Platt die wärmenden Strahlen auf Deutschlands höchstem Berg.

Zum Fotografieren den Ring abgenommen - und dann am Fenster liegen lassen

Am Spätnachmittag dachte sie sich: „Ich fotografiere den schönen Ring auf dem Fensterbrett und schicke das Bild einer Freundin.“ Sie legte das Schmuckstück auf das Holz, rückte es ins Licht und machte das Bild. „Das dürfte gegen 16.15 Uhr gewesen sein“, glaubt sie.

So sieht der vermisste Ring aus, der auf der Zugspitze verschwand.

Es sollte das bislang letzte Bild von dem Ring sein, denn kaum war der Schnappschuss gemacht, kam ihr Verlobter mit dem Bub zurück vom Skifahren. „Wir hatten es eilig, wir wollten mit der Zahnradbahn ins Tal. Es war die letzte Fahrt.“ Kaum waren die Türen geschlossen, fiel der Grundschullehrerin ein: „Der Ring!“ Sie brach in Tränen aus, einem Mitarbeiter der Zugspitzbahn schilderte sie ihren Verlust. „Er versprach, gleich in der Früh nach dem Ring zu schauen.“

Abreise nach Amsterdam: Verlobungsring bleibt vorerst verschwunden

Das tat er, doch das Goldstück blieb verschwunden. Carolin Kleinert und ihr Verlobter suchten später die Fensterbretter ab, alle Ecken an und im Sonnalpin. Sie hängten Suchplakate auf, doch als sie schließlich heim mussten nach Amsterdam, taten sie dies ohne das Symbol des Heiratsversprechens.

Davor besuchten sie aber noch die Polizei in Garmisch-Partenkirchen und gaben einen Anzeige auf. Wer weiß, wo sich der Ring befindet, kann sich in der Inspektion (Telefon: 0 88 21/9170) melden. Ein Trost bleibt dem Paar: „Wir sind auch ohne Ring verlobt, die Hochzeit findet 2020 statt.“

Vielleicht hat Carolin Kleinert ja soviel Glück, wie Carmen Lindemann. Die 45-Jährige aus Pasing hatte ihren Ehering nur einen Tag nach der romantischen Hochzeit verloren. Doch dann geschah ein kleines Weihnachtswunder.

Helmi Schonner (80) verlor ihren Ehering im Schnee - und den ihres verstorbenen Ehemanns, den sie mit am Finger trug, noch dazu. Die Hilfsbereitschaft bei der Suche nach den verschwundenen Erinnerungsstücken, ging ans Herz.

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