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Farchant im Nebel: Diese Aufnahme stammt von Bernhard Schmid, dem Inhaber der Firma OVERFlying-media, die den Imagefilm des Ortes produziert. Bei der Kritik handelt es sich aber nicht um seine Drohnen.

Privatpersonen fliegen offenbar mit unbemannten Flugobjekten über den Ort

Farchanter fühlen sich von Drohnen belästigt

Über Farchant kreisen Drohnen. Darüber haben sich einige Bürger schon beschwert. Angeblich werden sie für einen Imagefilm über den Ort eingesetzt. Der Filmemacher und die zuständige Tourist-Information aber winken ab. Die Drohnen haben offenbar keinen offiziellen Auftrag.

Farchant – Anwohner fühlen sich belästigt. Sie sind irritiert. Denn über ihnen kreisen Drohnen. Um die zehn Beschwerden haben die Mitarbeiter der Tourist-Information in Farchant bereits erreicht. Die unbemannten Flugobjekte sollen mit Kameras ausgestattet über Farchanter Grundstücke und Gärten fliegen. Das stört die betroffenen Bürger.

Störfaktor: Anwohner fühlen sich von den Drohnen, die über dem Ort kreisen, belästigt. 

Viele meinen, dass die Drohnen für den neuen Imagefilm der Gemeinde unterwegs sind. Das jedoch dementiert Barbara Schmid von der Tourist-Information: Sie könne „mit Sicherheit ausschließen“, dass es sich um die Drohnen der Firma OVERFlying-media handelt. Diese produziert den Imagefilm in enger Zusammenarbeit mit der Tourist-Info. Schmid und ihr Team haben recherchiert und herausgefunden: Mehrere Anwohner von Farchant besitzen mittlerweile Drohnen „und fliegen gelegentlich im Ortskern“, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie gehe von zwei Geräten aus, sagt sie auf Nachfrage. Eine handelsübliche Drohne in mittlerer Größe und eine größere sowie hochwertigere, die nach Augenzeugenberichten sogar mit mehreren Kameras ausgestattet sein soll.

Bernhard Schmid, Inhaber der Firma OVERFlying-media, die er vor vier Jahren mit seinem Sohn Benedikt gegründet hat, sieht hinter den Vorfällen ein generelles Problem: „Privateleute, die ihre Drohnen im Elektromarkt kaufen und dann einfach drauf losfliegen.“ Aus gutem Grund unterliege das Drohnenfliegen bestimmten Beschränkungen. „Es können nicht nur Leute belästigt, sondern auch Rettungseinsätze behindert werden“, sagt Schmid, der mit seiner Verkehrspilotenlizenz 148 Tage im Jahr den Rettungshubschrauber Großhadern steuert. Ihm zufolge können sich gewerbliche, jedoch keine privaten Nutzer beim Luftfahrtamt Südbayern registrieren und sich eine kostenpflichtige Ausnahmegenehmigung holen, um einige Beschränkungen zu umgehen. „Doch selbst dann muss man noch viele Regelungen beachten und für spezielle Gebiete eine extra Genehmigung einholen“,betont Schmid. Für private Nutzer – wie jetzt in Farchant – gilt: Überfliegen sie Häuser und Wohnungen, müssen sie deren Besitzer vorher um Erlaubnis fragen.

Bernhard und Benedikt Schmid werden mit ihren Drohnen noch bis Ende des Jahres über Farchant und Umgebung im Einsatz sein. So lange dauern die Dreharbeiten. Der Imagefilm wird dann frühestens im März kommenden Jahres in zwei Teilen erscheinen – einen Winter- und einen Sommerpart. Bisher wurde beispielsweise der Farchanter Fasching und die Loipen zwischen Farchant und Oberau aufgenommen – Bilder liefern neben Drohnen aber auch normale Kameras.

Selim Kücükkaya

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