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Das ADAC-Skandal war beim Saulgruber Fasching 2014 ein Thema.

Rund 250 Teilnehmer dabei

Faschingszug schlängelt sich heuer wieder durch Saulgrub

Saulgrub Nach einem Jahr Pause: Ortsvereine organisieren großen Maschkera-Umzug – Motive sind noch geheim

Kinderfasching, große Bälle, Brezenangeln – der Terminkalender für die „Fünfte Jahreszeit“ ist im Ammertal heuer gut gefüllt. Ein besonderes Spektakel findet am Faschingssonntag, 7. Februar, in Saulgrub statt, denn dann schlängelt sich der Gaudiwurm durch den Ort. „Der Umzug wird alle zwei Jahre von den Ortsvereinen auf die Beine gestellt“, erzählt Josef Gratz. Er ist im Trachtenverein aktiv und gewissermaßen Faschings-Chef. Auch diesmal werden wieder rund 250 Teilnehmer in Fußgruppen oder mit Motivwagen dabei sein, schätzt Gratz.

Die Vorbereitungen für die Maschkera-Gaudi laufen schon seit Anfang Januar. „Wir haben uns getroffen und alles zusammen durchgesprochen.“ Auch die Rahmenbedingungen wie Absprachen mit dem Landratsamt, das anschließende Faschingstreiben im Bürgersaal oder die Straßensperren seien bereits organisiert.

„Da hilft uns die Gemeinde und alle sind schon gut eingespielt. Das machen wir ja schließlich seit 30 Jahren so“, verrät der Saulgruber. Diese gute Zusammenarbeit erleichtert ihm seinen Job. „Ich muss zwar den Kopf hinhalten, falls was schief geht, aber es weiß halt jeder, was zu tun ist und hält sich an die Regeln.“

Diese halten sich Gratz zufolge ohnehin in Grenzen. Es dürfe freilich niemand ernsthaft bösartig beleidigt werden, „aber man muss schon auch Spaß verstehen“. Da spricht der Zweite Bürgermeister aus Erfahrung: „Natürlich wird bei den Motiven auch ab und zu die Gemeinde abgeschossen“, meint er gelassen. „Aber das ist halt an Fasching so.“

Über die dargestellten Themen kann der Saulgruber übrigens noch nichts sagen, die sind auch für ihn noch eine Überraschung. „Erst am Tag vorher schauen wir die Wagen an und machen eine Reihenfolge für den Umzug aus.“

Dieser startet dann um 14 Uhr am Oberdorf, wo sich die Teilnehmer bereits ab 13 Uhr aufstellen. Dann geht’s über die Bundesstraße, die bis 15 Uhr komplett gesperrt ist, zum Bürgersaal. Dort angekommen sorgt die Musikkapelle bis in den Abend hinein für die Unterhaltung der Gäste. Gratz zufolge ist die Zahl der Zuschauer schwer vorauszusagen. „Die kann von 400 bis 2000 gehen – das hat der Wettergott in der Hand.“

Marie-Therese Schnürer

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