Den Oberbayerischen Kulturpreis übergibt Bezirkstagspräsident Josef Mederer (r.) an Kammersängerin, Intendantin und Regisseurin Brigitte Fassbaender.
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Weltstar schafft Kultur, die lebt

Fassbaender erhält  Oberbayerischen Kulturpreis

  • Tanja Brinkmann
    vonTanja Brinkmann
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Garmisch-Partenkirchen - Unermüdlich setzt sich Weltstar Brigitte Fassbaender für Kunst ein. Besonders viel Herzblut legt sie in das Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen.

Als Sängerin ist Brigitte Fassbaender eine Legende. Auch heute noch, 20 Jahre nach ihrem Abschied von der Bühne gilt sie als absoluter Weltstar. Auf diesem Ruhm ruht sich die gebürtige Berlinerin allerdings nicht aus, sie engagiert sich als Regisseurin, Intendantin – und mit enorm viel Herzblut als Künstlerische Leiterin des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen. Für diesen Einsatz erhielt Fassbaender nun den mit 5000 Euro dotierten Oberbayerischen Kulturpreis. Mit ihr wurde der Historiker Manfred Treml geehrt

„Wissen und Erfahrung teilen, Vergangenes aufarbeiten und anderen damit Wege eröffnen – damit schafft Brigitte Fassbaender Kultur, die lebt“, würdigte Bezirkstagspräsident Josef Mederer die Preisträgerin. Den Oberbayerischen Kulturpreis verleiht der Bezirk seit 1980 jährlich an zwei Persönlichkeiten. Der Begriff „Kultur“ umfasst hier alle künstlerischen Bereiche wie bildende Kunst, darstellende Kunst, Musik, Film, Literatur, Fotografie, Architektur, Heimatpflege und angewandte Kunst.

Berühmte Strauss-Leckerbissen 2016

Was Fassbaender auf die Beine stellt, erlebt das Garmisch-Partenkirchner Publikum wieder vom 11. bis 17. Juni 2016. Unter dem Titel „Von Narren und Weisen“ präsentiert sie wieder Tondichtungen des berühmten Komponisten. „Das Festival wird uns wieder eine Fülle erstklassiger Interpretationen Strauss’scher Meisterwerke bescheren“, kündigt die Kammersängerin an. Der Schwerpunkt der Tondichtungen liege nach der Begegnung mit Frühem und Unbekanntem in diesem Jahr auf „den berühmten, zu recht beliebten musikalischen Leckerbissen ,Till Eulenspiegels lustige Streiche‘, ,Also sprach Zarathustra‘ und ,Don Quixote‘“. Neben dem Wiedersehen mit Kammersängerin Edita Gruberová, die den Meisterkurs gibt und beim Künstlergespräch auf der Bühne sitzt, freut sich Fassbaender vor allen auf die konzertante Aufführung der Oper Elektra mit dem Orchester und Ensemble des Strauss-bewährten Aalto-Theaters Essen. Nach sieben Festivals steht für Fassbaender fest: „Nur in Garmisch-Partenkirchen kann man die Werke des genialen Richard Strauss in so geballter, vielfältiger Form und Darbietung erleben.“

Tanja Brinkmann

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