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Verströmen Zuversicht: (v.l.) Martin Schröter, Landeschef Albert Duin, Klaus Breil, FDP-Vorsitzender von Weilheim-Schongau, und Stephan Strzondala, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Garmisch-Partenkirchen.

Mann mit Nehmerqualitäten

Martin Schröter will nach Berlin

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Landkreis - Martin Schröter bewirbt sich für die FDP um ein Bundestagsmandat. Für das Direktmandat wird's nicht reichen, das ist so gut wie sicher an CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt vergeben.

In der Bundespolitik kennt sich Martin Schröter aus und den Bundestag in Berlin nicht nur von außen. Von 1998 bis 2001 fungierte Schröter als Verbindungsbeamter zwischen dem Auswärtigen Amt und der FDP-Fraktion. Von 2003 bis 2007 war er europapolitischer Berater der FDP-Bundestagsfraktion. Und im nächsten Jahr will der Vizebotschafter an der deutschen Vertretung in Luxemburg ein Abgeordnetenbüro in Berlin beziehen und selbst in der großen Politik mitmischen. Bislang ist er eher in der Kommunalpolitik als Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen und als Mitglied des Kreistags aktiv. In beiden Gremien gilt er nicht als unumstritten. Hauptangriffspunkt: Wegen seiner Tätigkeit im diplomatischen Dienst fehlt Schröter häufig bei den diversen Sitzungen und nervt die Kollegen mit Anträgen, die häufig in Bausch und Bogen abgelehnt werden. Schröter versteht sich als Einzelkämpfer. Trotz zahlreicher Niederlage und häufigem Scheiterns lässt er sich nicht unterkriegen. Eine Eigenschaft, die selten ist und für Nehmerqualitäten spricht.

Heute (19 Uhr) lässt sich der 55-jährige bei der Wahlkreismitgliederversammlung der Freien Demokraten für den Wahlkreis 266 (Garmisch-Partenkirchen/Weilheim-Schongau) im Restaurant Ähndl in Murnau als Direktkandidat aufstellen. Schröter ist der einzige. „Ich glaube nicht, dass noch ein Zweiter aufsteht“, sagt Klaus Breil, Chef der Liberalen im Nachbarlandkreis. Breil, der selbst zwischen 2009 und 2013 dem Bundestag angehörte, soll dem Kandidaten Schröter zunächst etwas skeptisch gegenübergestanden sein. Jetzt sagt er: „Er ist der beste Mann und hat meine volle Unterstützung.“ Die erhält Schröter auch von FDP-Landeschef Albert Duin bei einem Besuch in der Redaktion des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts. Duin glaubt, dass sich seine Partei im Aufwind befindet – nicht zuletzt durch den Sieg von Parteifreund Alexander Putz zum Oberbürgermeister von Landshut. „Wir brauchen solche wie ihn.“

Ob Schröter nach seiner Wahl Chancen hat, über die Landesliste in den Bundestag einzieht – das Direktmandat dürfte an Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vergeben sein – entscheidet sich erst im März des kommenden Jahres. Bei diesen Termin will Duin Fakten schaffen. Die Kandidaten, die aus Oberbayern kommen, werden dabei traditionell weiter vorne platziert. Der Grund: 47 Prozent der FDP-Mitglieder in Bayern stammen aus diesem Bezirk. Eine nicht zu unterschätzende Hausmacht. Von der will sich Schröter weiter nach vorne und bis nach Berlin tragen lassen.

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