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125 Jahre Trachtenverein "Werdenfelser Heimat"

Feierlicher Auftakt zur Partenkirchner Festwoche

Garmisch-Partenkirchen - Ein Prost auf zehn Festtage und ein Jubiläum – viel Applaus gab’s für diesen traditionellen Akt bei der Eröffnung der Partenkirchner Festwoche.

Eigens wegen des Gaufests der Trachtler war das Partenkirchner Festzelt auf 2800 Plätze erweitert worden – doch schon am Eröffnungsabend war es bis zum Rand gefüllt: Traditionspflege verbunden mit einem Hauch von Gemütlichkeit ist einfach ein starker Publikumsmagnet. Natürlich auch in Partenkirchen, wo jetzt zehn Tage lang die 61. Festwoche gefeiert wird, zum Auftakt verbunden mit dem 71. Gaufest der 31 Vereine der Oberländer Trachtenvereinigung. Deshalb und auch, weil der Partenkirchner Volkstrachtenverein „Werdenfelser Heimat“ heuer 125 Jahre alt wird, war der Beginn besonders festlich. Nach Einbruch der Dunkelheit war auch die Dreitorspitz-Region bis hinunter zum Schachen mit unzähligen Bergfeuern übersät und die Zahl „125“ glühte auf. Mit drei Kapellen und zwei Trommlerzügen marschierten die Hausherren ein – begleitet von den Garmischer, Mittenwalder und Farchanter Trachtenvereinen sowie der Gebirgsschützenkompanie.

Im Zelt gab’s dann rauschenden Applaus für das traditionelle Eröffnungs-Prosit und für die Musikkapelle unter ihrem Chef Sepp Grasegger samt Trommlerzug mit Tambourmajor Sepp Gillmeyer, die den Defiliermarsch erklingen ließen. Danach der große Heimatabend mit dem „Werdenfelser“ der Trachtler-Jugendgruppe und all den anderen ebenso schönen wie zum Teil schwierigen Plattlern vom Haushamer bis zum Figurentanz. Ein festliches sowie personell aufwändiges Programm, das in diesem Jahr durch zwei außerordentliche Auftritte ergänzt wurde: Die Garmischer und Mittenwalder Trachtler präsentierten sich ebenfalls mit dem „Werdenfelser“ – für Experten hochinteressant, in welchen Feinheiten sich die verschiedenen Stile im jeweils anderen Ort unterscheiden. Zudem wechselte die Oberländer-Standarte mit der Patrona Bavaria auf der einen und dem Gau-Wappen auf der anderen Seite den Verein. Franz Lipp, Vorsitzender des Gebirgstrachten-Erhaltungsvereins Mittenwald, der das vergangene Fest veranstaltet hat, überreichte diese an seinen Partenkirchner Kollegen Hansjörg Ostermair als Ausrichter des heurigen Treffens.

Schließlich noch Ehrungen: Gauvorsitzender Sepp Mayr würdigte Ostermair mit der Gaumedaille in Bronze. Trommler Gillmeyer bekam eine prächtige Urkunde für 30 Jahre Zugehörigkeit, seine Kollegen Andreas Schweiger und Thomas Jocher wurden für 25 Jahre ausgezeichnet. Auf Bitte des Trachtlerchefs kam Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) noch auf ein Ärgernis ums Festzelt zu sprechen. Es gibt nämlich Anwohner, denen es dort zu laut hergeht: „Ja, es gab die letzten zwei Jahre Beschwerden. Doch eine Anwohnerin hat jüngst eine Umfrage in der Nachbarschaft veranstaltet und dazu 108 Leute befragt, wer denn ein Problem mit dem Zelt hat: Nur drei von ihnen haben nicht unterschrieben, dass man die Festwoche in gewohnter Weise fortführen soll.“ Ihre Bitte sei es trotzdem, „dass man beim Heimgehen dran denkt, leiser zu sein. Damit wäre allen gedient“.

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