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Feierliche Weihe: (v.l.) Pfarrer Josef Konitzer, Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und Hotelier Ibrahim Kavun.

Was lange währt, wird endlich gut

Feldkreuz steht wieder am Marienplatz 

Garmisch-Partenkirchen - Nach plötzlichem Verschwinden: Feldkreuz steht am alten Platz vor dem Atlas Hotel am Marienplatz

Was lange währt, wird endlich gut. Unter diesem Motto wurde das vermeintlich verschollene Feldkreuz am Marienplatz in Ortsteil Garmisch wieder aufgestellt. Seit mehr als einem Jahr stand das Kruzifix nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz nahe des Hotel Atlas. Wer für sein Verschwinden verantwortlich ist, war im Vorfeld nicht ganz klar. Vermutungen wurden laut, dass Mitarbeiter des Hotels das Kreuz entfernt haben. Die Gemeinde teilte jedoch mit, dass es in Rahmen von Bauarbeiten abmontiert werden musste. In frischem Glanz steht das christliche Symbol nun jedenfalls wieder am Marienplatz. „Das ist schließlich das Wichtigste“, betonte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) bei der offiziellen Einweihungsfeier.

Der Bauhof war für die Restauration der Jesus-Figur zuständig. Auch das Gehäuse wurde komplett erneuert. Gut vor Witterungen geschützt ist der gekreuzigte Christus nun von einem neuen, größeren Dach aus Holz. „Eine sehr gelungene Arbeit“, befand die Rathauschefin. „Sogar kleine Schindeln wurden angebracht“, stellte sie bewundernd fest. Auch Pfarrer Josef Konitzer von der Pfarrei in Garmisch zeigte sich sehr angetan. Er segnete das Kreuz in einer Zeremonie und bat, dass es allen Hoffnung geben möge „die eine schwere Last zu tragen haben“.

Auch Hotelinhaber Ibrahim Kavun war mit dabei. Das Feldkreuz sei ihm sehr wichtig, betonte er. Seine Mitarbeiter waren für die Anbringung zuständig. Dabei haben sie sich besonders viel Mühe gegeben, erklärte der Hotelinhaber. Das Fundament ist nun so angebracht, dass es die Wurzeln des nahe stehenden Kastanienbaums nicht tangiert. Auch die Halterung ist nun höher, damit wirkt die das Kreuz noch erhabener. „Von der Statik her ist es nun besser befestigt als vorher“, erklärte Kavun der Bürgermeisterin und lobte sie „für die stets gute Zusammenarbeit“.

Glücklich darüber, dass die alte Christus-Figur nach einem Jahr wieder am Marienplatz steht, ist auch der frühere Leiter des Werdenfels Museums Andreas Baumann. „Sie gehört einfach an ihren alten Platz“, findet der 84-jährige ortskundige Farchanter. „Ich hoffe, da bleibt sie nun auch."

Magdalena Kratzer

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