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Allzeit bereit: Der ehemalige Kommandant Michael Holzer lebt die Feuerwehr wie kein anderer.

Ehemaliger Kommandant quittiert aktiven Dienst

Knatsch bei der Krüner Feuerwehr

Krün - Den aktiven Dienst bei den Krüner Brandbekämpfern  hat der ehemalige Kommandant Michael Holzer (53) quittiert. Und das hat eine Vorgeschichte.

Michael Holzers Rücktritt als Schatzmeister der Freiwilligen Feuerwehr Krün war bereits im April erfolgt. „Er hat seine geprüfte und in Ordnung befundene Kasse an mich übergeben“, teilte Vorsitzender Florian Holzer bei der Jahresversammlung im Kurhaus mit. Als Nachfolger wählten die Mitglieder einstimmig Albert Niggl junior. Soweit so gut. Doch der Rückzug von Michael Holzer hat einen handfesten Hintergrund. Die Informationen dazu plätschern allerdings spärlich. Selbst der Betroffene gibt sich eher wortkarg. „Ich habe mich über die besonders meine Person betreffende Personalpolitik mächtig geärgert.“ Ins Detail möchte der ehemalige Kommandant und Vorsitzende des Feuerwehrvereins (2008 bis 2014) nicht gehen. Nur soviel: „Ich bin nur noch passives Mitglied.“

Was also ist die Ursache, dass ausgerechnet dieser Parade-Brandbekämpfer Knall auf Fall sich bei seiner Feuerwehr zurückgezogen hat? Ein Schritt, den Bürgermeister Thomas Schwarzenberger, selbst Kommandant zwischen 1998 und 2002, zutiefst bedauert. „Das ist wirklich schade“, findet der Rathauschef. „Denn der Michl hat sich über die Maßen für die Feuerwehr eingesetzt.“

Natürlich kennt auch der Bürgermeister den Grund für Holzers Entscheidung, in der Öffentlichkeit äußern möchte er sich aber wohlweislich nicht. Auch der aktuelle Kommandant hält sich zurück. „Zu Personalentscheidungen gebe ich grundsätzlich keine Stellungnahme ab“, sagt Anton Simon. „Eine ruhig verlaufene Jahreshauptversammlung 2016 bestätigt mir, dass bei unserer Feuerwehr dieses leidige Thema erledigt ist.“

Leidiges Thema? Tatsächlich sorgte die Causa Holzer bei der Krüner Wehr für Feuer unterm Dach. Sie nimmt beim Jahrtag 2015 ihren Anfang. Damals wird Holzers langjähriger Stellvertreter Thomas Niebauer zum Oberbrandmeister befördert. Michael Holzer indes wartet an diesem Abend vergeblich auf seine Berufung zum Brandmeister. Für ihn offensichtlich ein Affront. Die Stimmung bei ihm soll im Keller gewesen sein. Dem Vernehmen nach wollten seine Nachfolger diesen Lapsus heuer bei der 125-Jahrfeier wieder ausbügeln und Versäumtes im großen Rahmen im Festzelt nachholen. Doch damit bissen sie anscheinend beim bitter enttäuschten Vergessenen auf Granit.

Wie aus Feuerwehrkreisen zu hören war, soll Holzer nach bestandenem Kommandanten-Lehrgang in seiner sechsjährigen Amtszeit genug Zeit gehabt haben, seinen Stellvertreter oder den Ausschuss auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass ihm die Beförderung zum Brandmeister rechtlich zustehe. Offenbar ist auch das nicht geschehen.

Wolfgang Kunz

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