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Anlaufstelle für Kunden: die VR-Bank-Zweigstelle in Farchant.

Banken und Initiative suchen nach einer Lösung

Filial-Schließungen in Farchant: Jetzt ist eine Demo geplant

Das Schreiben ist angekommen: Die Vertreter der Banken haben reagiert und sich zu Gesprächen bereit erklärt. Die Initiative bleibt weiter aktiv.

Garmisch-Partenkirchen/ Farchant – Mit diesem Überraschungsbesuch hat niemand gerechnet: Unangekündigt platzten Grit Fugmann und Peter Lingg – sie Vorstands-Mitglied, er Vorsitzender der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen – in den Sitzungssaal des Farchanter Rathauses. Den Ort, an dem die Initiative, die um eine verträgliche Lösung bei den zwei anstehenden Filialschließungen in Farchant kämpft, sich gerade über den nächsten Schritt beraten wollte. „Der Rahmen war unpassend“, sagt Rosi Schmid, eines der Mitglieder. Schließlich kam an dem Abend nur ein kleiner Kreis an Gleichgesinnten zusammen, um die Flyer-Aktion zu organisieren. Doch für Schmid zählt der gute Wille: „Ich finde es trotzdem super, dass gleich reagiert wurde.“

Es war nicht die richtige Zeit und der richtige Ort, um das heikle Thema zu diskutieren. Darüber kamen beide Seiten schnell überein. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Denn sowohl die Kreissparkasse als auch die VR-Bank Werdenfels zeigen Gesprächsbereitschaft.

Das Schreiben, das die Initiative an die beiden Geldinstitute adressiert hatte, verschwand nicht in einer Schublade. „Wir nehmen das sehr ernst“, betont Lingg. Die Gründe, die darin gegen einen Rückzug aus der Gemeinde genannt wurden, bezeichnet er als „nachvollziehbar“. Der Vorstandsvorsitzende möchte die Betroffenen nicht vor den Kopf stoßen. Jetzt gehe es darum, nach Lösungen zu suchen. Wenngleich er nachschiebt, dass es am Weiterbestehen des Service-Angebots vor Ort wohl nichts zu rütteln gibt. „Das rechnet sich nicht.“

Flyer werden in den nächsten Tagen verteilt

Eine ähnliche Richtung schlägt die VR-Bank nun ein. In einer Vorstandssitzung kam das Schreiben der Initiative thematisch auf den Tisch. Das Ergebnis: „Die Bank wird den Sprechern ein Gesprächsangebot machen“, sagt Prokurist Michael Schuldes. Ziel sei, dass die eine Seite verstehe, was die andere will. Die VR-Bank verschließt sich nicht von vorneherein den Ideen der Betroffenen. „Wir müssen ins Reden kommen und schauen, ob man zusammenkommt“, sagt Schuldes.

Irgendwelche Versprechungen geben die Banken nicht ab. Dass das Schreiben keine Rolle rückwärts herbeiführt, das war der Initiative bewusst. Vielmehr liegt ihr an einem Kompromiss. „Vielleicht kann man sich annähern“, sagt Schmid. Sie wünscht sich ein Miteinander angesichts der bedeutenden Entscheidung für den Ort.

Die Initiative, die aus Kreis- und Gemeinderäten sowie Bürgern aus Farchant, Burgrain und Oberau besteht, hält die Füße solange aber nicht still. Neben einer Unterschriftenaktion und Flyern mit dem Titel „So geht’s nicht“, die in den nächsten Tagen unters Volk gebracht werden sollen, veranstalten die Mitglieder eine Demonstration zwischen den zwei Filialen Am Gern. Nach aktuellem Stand ist diese für Freitag, 16. Februar, um 15 Uhr geplant. Um die Banken zu einer Lösung zu bewegen, mit der Schmid zufolge alle leben können.

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