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Arbeitet als künstlerischer Mitarbeiter an der Münchener Hochschule für Film und Fernsehen: Daniel Lang. Hier ist er am Eingang des Filmmuseums in der Landeshauptstadt zu sehen.

Filmfestival in der Westtorhalle

Pflichttermin für alle Cineasten

Riedhausen – Zum achten Mal startet heuer das Filmfest „Über Kurz oder Lang“ in der Riedhauser Westtorhalle und macht die Tage nach Weihnachten zu einem Fest für Cineasten. Dort werden Filme gezeigt, die man sonst kaum zu sehen bekommt – und man kann sich auch mit Regisseuren über ihre Werke unterhalten.

Da überrascht es nicht, dass es inzwischen Besucher gibt, die, so erzählt Daniel Lang, der Initiator der zweitägigen Veranstaltung, ihren Winterurlaub so planen, dass es erst nach dem Filmfest auf die Piste geht.

    Wenn man sich mit Lang, der selbst Filmemacher ist und zurzeit als künstlerischer Mitarbeiter an der Münchener Hochschule für Film und Fernsehen arbeitet, über das anstehende Festival unterhält, bekommt man schnell das Gefühl, dass er sich schon riesig darauf freut, die Werke von Freunden und Kollegen zeigen zu können. Zwei Abende lang, am 27. und 28. Dezember, werden in vier Blöcken insgesamt zwölf Filme vorgeführt. Da ist vom dreiminütigen Kurzfilm bis zum klassischen Spielfilm alles dabei. Oft sind es Arbeiten von Schülern verschiedener Filmhochschulen. Drei davon hat Lang selbst in München betreut. Es gibt auch einen Streifen, von dem er sagt, er wisse selbst gar nicht so genau, warum er ihn ins Programm aufgenommen habe. „Was wir tun, wenn wir alleine sind“ von Moritz Adlon und Felix Pflieger sei ein bisschen seltsam – und das habe ihn fasziniert. Und das ist auch das wichtigste Kriterium für die Auswahl. Wenn Lang einen Film sieht, der ihn begeistert, dann zeigt er ihn auch. Oft wird es lustig werden, verspricht er, aber die Filme, die er präsentiert, seien deswegen noch lange keine flache Unterhaltung.

    Und obwohl diesmal fast alle Werke aus Deutschland kommen, wird es international. Denn die jungen Filmemacher haben sich mitunter internationale Themen ausgesucht. So zum Beispiel Uli Decker, die, zusammen mit Felipe Frozza, in Italien ein einfühlsames Portrait einer brasilianischen Transsexuellen gedreht hat. Decker stammt übrigens aus Murnau. Als Besonderheit gibt es diesmal einen neuen „Tatort“, der noch vor der Ausstrahlung im Fernsehen zu sehen ist. Und zwar wurde er von Axel Ranisch inszeniert, dessen Arbeiten die Freunde des Festivals bereits kennen. Zweimal, 2011 und 2015, wurden Werke von ihm in Riedhausen gezeigt. Und diesmal hat er angekündigt, endlich selbst in die Westtorhalle zu kommen. Es wird auch kein gewöhnlicher „Tatort“ sein. Unter dem Titel „Babbeldasch“ und mit der Ermittlerin Ulrike Folkerts ist es der erste Krimi, bei dem die Dialoge beim Dreh von den Schauspielern improvisiert wurden.

Das Filmfest am Dienstag und Mittwoch, 27. und 28. Dezember, in Wettorhalle beginnt jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es in der Buchhandlung Gattner, bei Getränke Angerer und im Hacklhof.

Heribert Riesenhuber

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