Mitten durch die Wiese soll die neue Trasse von der B 11 zur Risser Straße verlaufen. foto: ha/archiv

Finanzspritze für Wallgauer Bypass gesichert

Wallgau - 350.000 Euro kostet die 110 Meter lange Umfahrung in Wallgau. 238.000 Euro übernimmt der Freistaat. Ein Gipfelgeschenk...

Jetzt ist es sicher: Der Freistaat übernimmt den Großteil der Kosten für die Umfahrung in Wallgau. 238 700 Euro fließen aus der Landeskasse in den Bypass, der die B 11 direkt mit der Risser Straße verbinden soll.

Über das frühzeitige Weihnachtsgeschenk ist Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) „außerordentlich erfreut“. Die Mittel hatte die Regierung von Oberbayern zwar fest zugesagt, doch Zahler hatte erst Mitte Januar damit gerechnet.

Nun kann die Gemeinde das Projekt bereits zum Jahresanfang ausschreiben. Schließlich sollen die Arbeiten für die Querverbindung im Frühjahr starten - und pünktlich zum G7-Gipfel 2015 im Juni beendet sein.

Denn nur das Treffen der führenden Industrienationen im Schloss Elmau macht eine solch satte Förderung von 80 Prozent - und damit das Vorhaben an sich - für Wallgau möglich.

Begründet wird der Zuschuss mit der problematischen Verkehrssituation im Dorf, die während des Großereignisses zu eskalieren droht. Bereits jetzt schlängeln sich „in Spitzenzeiten bis zu 3000 Autos täglich“ durch die steile Abzweigung von der B 11 zur Risser Straße, um auf die Mautstraße nach Vorderriß zu gelangen, verdeutlicht Zahler. Die Engstellen der Risser Straße, die nur Platz für einen Pkw lassen, verursachen häufig Staus. Unzählige Verkehrsteilnehmer, die während des Gipfels als Ausweichroute für gesperrte Straßen über die B 11 in Wallgau fahren müssen, würden die Situation weiter verschärfen.

Der Bypass schafft nun Abhilfe. Dessen Kosten „sind mit 351 000 Euro veranschlagt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Regierung von Oberbayern. Und damit nochmal höher als erwartet. Zunächst hatte die Gemeinde mit einer Summe von 165 000 Euro gerechnet, dann mit rund 300 000 Euro. Und zwar weil die Trasse etwas verschoben werden musste, um die Natur zu schützen.

Der gleiche Grund sorgt nun für weitere 50 000 Euro Mehrkosten. Denn der Damm, auf dem die Umfahrung durch die Wiesen verläuft, darf nicht einfach aufgeschüttet werden, sodass das Ufer ausläuft. „Dabei wäre der Flächenverbrauch zu groß“, schildert Zahler die Kritik der Naturschützer. Der Damm wird nun befestigt und steiler. Außerdem „wurde die Trasse nochmals verändert, um den Kurvenradius zu erweitern“. Denn eine Umfahrung für die Engstellen an der Risser Straße, die dann selbst stauträchtige Schmalstellen hat, macht nur wenig Sinn.

(nine)

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