+
Stolze Preisträgerinnen: (ab 2. v. l.) Nina Hanika, Selina Weiß und Marie Sponar nehmen die Urkunde stellvertretend für ihre Mitschülerinnen von John-Philip Hammersen (l.), Geschäftsführer der Hertie-Stiftung, entgegen. Zu diesem Erfolg gratulieren Tanja Brinkmann vom Tagblatt und Schulleiter Otmar Würl.

Bundesweit die Nummer eins

St.-Irmengard-Schülerinnen und Tagblatt gewinnen Projekt der Hertie-Stiftung

  • schließen

Garmisch-Partenkirchen/Frankfurt - St.-Irmengard-Schülerinnen und Tagblatt gewinnen Projekt der Hertie-Stiftung. Sie setzten sich gegen 29 Klassen und zehn Tageszeitungen durch. 

Sehr anschaulich, aus verschiedenen Perspektiven dargestellt und vor allem äußerst lebendig vermittelt – so beschreibt John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, die Artikel der 22 Elftklässlerinnen des St.-Irmengard-Gymnasiums. Auf zwei Seiten waren diese mit Unterstützung von Tanja Brinkmann, stellvertretende Redaktionsleiterin des Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatts, in der Heimatzeitung erschienen und hatten die Jury restlos überzeugt. „Es war von Anfang an klar, dass Ihr auf dem ersten Platz landet“, unterstrich Hammersen bei der Preisverleihung in Frankfurt. Ein Erfolg, auf den die Mädchen, Schulleiter Otmar Würl und die Tagblatt-Redaktion zu Recht stolz sind. Schließlich hatten sich bundesweit über 650 Schüler aus 30 Klassen und 10 Tageszeitungen an dem Projekt beteiligt.

Mit den 300 Euro Preisgewinn will die Klasse essen gehen

Neben einer Urkunde brachten Nina Hanika, Selina Weiß und Marie Sponar, die ihre Mitschülerinnen in Frankfurt vertraten, auch 300 Euro mit nach Garmisch-Partenkirchen. „Davon wollen wir Essen gehen“, verriet Sponar. Um den 22 Schülerinnen, die mittlerweile die zwölfte Klasse besuchen, und ihrer Lehrerin Raphaela Feistl einen schönen Abend zu bescheren, sagte Würl spontan zu, den Betrag aufzustocken.

Viele Artikel entsprechen hohen journalistischen Ansprüchen

Initiiert wurde dieses Projekt vor dem Hintergrund, den Blick von Schülern auf die Situation junger Geflüchteter in Deutschland zu richten. Um diesen zu erfahren und auch einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen, hat die Hertie-Stiftung mit dem medienpädagogischen IZOP-Institut in Aachen die Initiative „Angekommen – und willkommen!?“ gestartet. Die Schüler haben dieBerichterstattung ihrer jeweiligen Lokalzeitung zum Thema Migration und Flucht analysiert und Recherchen zur Lebenssituation junger Geflüchteter gestartet. Die teilnehmenden Tageszeitungen waren der Münchner Merkur und seine Heimatzeitungen, die Berliner Zeitung, Die Welt, die Dresdner Neuesten Nachrichten, die Frankfurter Neue Presse, das Hamburger Abendblatt, die Lübecker Nachrichten, die Schwäbische Zeitung, die Thüringer Allgemeine und der Weser Kurier.

Die besten Zeitungsseiten wurden von einer Jury ausgewählt und prämiert. „Die Schüler haben sich sensibel, vielschichtig und teils überraschend mit dem Thema auseinandergesetzt“, erklärte Hammersen bei der Preisvergabe. „Viele Artikel entsprechen hohen journalistischen Ansprüchen, die Auswahl ist uns daher nicht leicht gefallen“ – mit Ausnahme der Beiträge der 22 St.-Irmengard-Schülerinnen, die für die Jury sofort als Nummer eins feststanden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unbekannter bedroht 12-Jährigen mit Messer
Mit einem Messer wurde ein 12-jähriger Schüler am Freitagvormittag in Garmisch-Partenkirchen bedroht. Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls. 
Unbekannter bedroht 12-Jährigen mit Messer
Bei Merkel streikt die Weibermühle
Faschingshochburg Mittenwald: Über 4000 Zuschauer wurden am Fasnachtssonntag Zeuge, wie sich verzweifelte Ehemänner ihrer Gattinnen in der berühmt-berüchtigten …
Bei Merkel streikt die Weibermühle
Nerven, Schmalz und jede Menge Gaudi
Ohne Felgen zur „Tour de Baddakurch“ – eine Herausforderung, der sich am Sonntag 69 tollkühne Athleten gestellt haben. Besonders die tückischen Hindernissen, die es zu …
Nerven, Schmalz und jede Menge Gaudi
1800 Zuschauer bei Umzug in Grainau
Jede Menge Tradition, Ortspolitik und viele fantasievolle Masken waren beim Grainauer Gaudiwurm geboten. Gut 1800 Besucher verfolgten das närrische Treiben.
1800 Zuschauer bei Umzug in Grainau

Kommentare